Galaxy Watch Ultra 2: Upgrade oder Vorgänger kaufen 2026?

Von Mohammed Chibi | Gründer & Chefredakteur TechKlar.de | Spezialisiert auf Mobile · Audio · Wearables Veröffentlicht: 15.08.2026 | Aktualisiert: 15.08.2026 | Lesezeit: ~5 Min.

Auf den Punkt gebracht: Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 (ab 749 € UVP, Straßenpreis ab 556 €) ist seit dem 7. August 2026 in Deutschland erhältlich. Der 800-mAh-Akku, das 5.000-Nits-Display und der neue EN 13319-Tauchcomputer sind echte Upgrades. Der Haken: Das voluminöse 47-mm-Gehäuse mit 61,5 Gramm passt nicht ans schmale Handgelenk, und wer kein Samsung-Smartphone besitzt, verliert EKG, Schlafapnoe-Erkennung und Blutdrucküberwachung. Der Vorgänger (Galaxy Watch Ultra, 2024) ist aktuell ab 343 € zu haben – ein Preisunterschied von 406 Euro.

Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 kostet in Deutschland ab 749 Euro UVP (Straßenpreis ab 556 €) und ist seit dem 7. August 2026 verfügbar. Sie bietet einen 800-mAh-Akku (36 % mehr als der Vorgänger), ein 5.000-Nits-Display und die erste EN 13319-Tauchzertifizierung einer Galaxy Watch bis 40 Meter Tiefe. Wer kein Samsung-Smartphone nutzt, verliert jedoch zentrale Gesundheitsfunktionen – und zahlt bis zu 406 Euro mehr als für den aktuell stark reduzierten Vorgänger.

Samsung Galaxy Watch Ultra 2 – Was ist neu?

Samsung hat die Galaxy Watch Ultra 2 am 22. Juli 2026 auf dem Unpacked-Event in London offiziell vorgestellt – genau zwei Jahre nach dem ersten Ultra-Modell. Der Launch-Preis liegt bei 749 Euro UVP, auf Geizhals sind aktuell Preise ab 556 Euro zu finden. Auf samsung.com/de ist die Uhr sofort lieferbar.

Das größte Upgrade ist auf dem Papier eindeutig: Der Akku wächst von 590 auf 800 mAh – ein Plus von 36 Prozent. Samsung verspricht bis zu 80 Stunden Laufzeit ohne Always-on-Display. In der Praxis bedeutet das laut connect-Test gut 2,5 Tage mit aktivem Schlaftracking und SpO2-Messung. Zwei Tage auf drei zu verbessern ist ein echter Fortschritt – aber wer gehofft hatte, dass Samsung endlich in Garmin-Gewässer vordringt (fünf bis 14 Tage je nach Modell), der wartet weiter. Eine Wear-OS-Smartwatch mit vollständigem Gesundheits-Tracking auf Garmin-Niveau zu bringen, ist Stand 2026 offenbar noch eine andere Ingenieursaufgabe.

Das Display erreicht bis zu 5.000 Nits – Samsung selbst schreibt dabei im Kleingedruckten „lokale Spitze“. Im Alltag bleibt die Uhr damit bei starker Sonneneinstrahlung klar lesbar. Das ist gut. Aber 5.000 Nits klingen dramatischer als sie sich im Vergleich zur Konkurrenz auswirken.

Das zweite handfeste Upgrade ist der Tauchcomputer. Die Galaxy Watch Ultra 2 ist die erste Galaxy Watch, die die DIN EN 13319 erfüllt – der europäische Sicherheitsstandard für Tauchzubehör. Sie ist bis 40 Meter Wassertiefe zertifiziert, kommt mit automatischem Tauch-Tracking und einer Integration der Mares Dive App. Das ist kein Gimmick: Für Gerätetaucher war bislang eine dedizierte Taucher-Uhr oder ein Garmin Descent ein Pflicht. Jetzt gibt es eine Alternative.

Neu ist auch der Prozessor: Die Ultra 2 nutzt als erste Samsung-Smartwatch die Qualcomm Snapdragon Wear Elite-Plattform (3 nm, SDW6100) – mit bis zu fünffacher CPU-Leistung und einem dedizierten NPU für KI-Funktionen direkt auf der Uhr. Samsung verspricht dabei keine Cloud-Abhängigkeit für die neuen Health-AI-Features.

Die drei Upgrade-Killer: Wer das Geld besser spart

Die Ultra 2 ist technisch beeindruckend. Aber es gibt drei Situationen, in denen man das Geld lieber behalten sollte.

Schmale Handgelenke: 47 mm, 85 Gramm mit Armband, Cushion-Lünette, die über den Arm hinaussteht. inside-digital schreibt es im Test klar: „nichts für schmale Handgelenke.“ Es gibt keine kleinere Ultra-Variante – Samsung hat für dieses Segment die Galaxy Watch 9 (40 oder 44 mm, ab 409 Euro).

Kein Samsung-Smartphone: Hier liegt die eigentliche Falle. Samsung bewirbt EKG, Schlafapnoe-Erkennung und Blutdrucküberwachung als Kernfeatures der Ultra 2. Laut offizieller Spezifikation sind genau diese Features an ein Samsung-Smartphone gebunden. Wer ein Pixel 10 oder Xiaomi nutzt, zahlt 749 Euro – und bemerkt erst beim Einrichten, dass die beworbenen Gesundheitsfunktionen gesperrt sind. Das ist kein Kleingedrucktes. Das ist ein Problem.

Gelegenheitsnutzer: Die Galaxy Watch 9 (ab 409 Euro) nutzt denselben Snapdragon Wear Elite-Chip, hat ähnliches Schlaftracking und kostet 340 Euro weniger. Wer nicht taucht, keine Marathons läuft und kein Samsung-Telefon hat, kauft mit der Ultra 2 Features, die im Alltag nie zum Einsatz kommen.

Vergleichstabelle: Ultra 2 vs. Vorgänger (Ultra 2024)

FeatureGalaxy Watch Ultra 2 (2026)Galaxy Watch Ultra (2024)
Akku800 mAh (+36 %)590 mAh
Display-Helligkeit5.000 Nits (lokal)3.000 Nits
Tauchen-ZertifizierungDIN EN 13319 (bis 40 m)10 ATM / IP68
ChipSnapdragon Wear Elite (3 nm)Exynos W1000 (3 nm)
Speicher64 GB32 GB
Gehäuse-Dicke10,7 mm (−12 %)12,1 mm
Gewicht61,5 g60,5 g
Straßenpreis (DACH)ab 556 € (UVP 749 €)ab 343 €
Preis pro Tag (3 Jahre)0,68 €/Tag (UVP)0,31 €/Tag

Für wen lohnt sich das Upgrade?

Wer profitiert konkret? Vor allem Gerätetaucher. Die DIN EN 13319-Zertifizierung ist keine Marketingaussage – das ist der europäische Sicherheitsstandard für Tauchzubehör, und die Galaxy Watch Ultra 2 erfüllt ihn als erste Galaxy Watch überhaupt. Wer bisher einen Garmin Descent mitgenommen hat, bekommt jetzt eine All-in-one-Option. Hinweis: Die Mares Dive App war zum Launch noch nicht vollständig verfügbar und soll laut Samsung im Laufe des Jahres nachgereicht werden.

Für Ausdauersportler und Outdoor-Enthusiasten im Samsung-Ökosystem rechnet sich das Upgrade ebenfalls – drei Tage Akku statt zwei, alle Gesundheitsfunktionen aktiv, MIL-STD-810H-Robustheit für echten Einsatz draußen. Und wer bereits die Galaxy Watch Ultra (2024) besitzt und täglich laden musste: Der 590-mAh-Akku war die meistkritisierte Schwäche. Mit 800 mAh verschwindet das Problem. Das ist kein Marketing. Das ist der einzige Grund, warum Samsung zwei Jahre gewartet hat.

Preis & Verfügbarkeit in Deutschland

Die Galaxy Watch Ultra 2 ist seit dem 7. August 2026 in Deutschland verfügbar. Die UVP liegt bei 749 Euro, der günstigste Straßenpreis auf Geizhals beträgt aktuell 556 Euro (Stand: 15.08.2026). Farben: Titanium Silver und Titanium Gray.

Der Vorgänger – die Galaxy Watch Ultra (2024, ursprünglich 699 Euro UVP) – ist aktuell auf Geizhals ab 343 Euro zu haben. Das entspricht einem Preisunterschied von 406 Euro gegenüber dem UVP der Ultra 2. Auf drei Jahre gerechnet kostet die Ultra 2 rund 0,68 Euro pro Tag (bei UVP), der Vorgänger nur 0,31 Euro – weniger als ein Kaffee.

Wer also keiner der oben genannten Zielgruppen angehört, fährt mit dem Vorgänger zum aktuellen Straßenpreis deutlich besser. Der Vorgänger kostet derzeit 343 Euro auf Geizhals. Titan-Gehäuse, 10 ATM, EKG, MIL-STD-810H – für weniger als die Hälfte der Ultra-2-UVP. Das ist kein schlechter Deal. Das ist ein außergewöhnlich guter Deal.

FAQ

Lohnt sich die Galaxy Watch Ultra 2 in Deutschland?

Für Taucher, Ausdauersportler im Samsung-Ökosystem und Nutzer, die mit dem kurzen Akku des Vorgängers kämpften: ja. Für alle anderen ist die Ultra 2 bei 749 Euro UVP schwer zu rechtfertigen – der Vorgänger ist derzeit ab 343 Euro erhältlich und deckt 80 Prozent der Use Cases ab.

Was verliere ich als Nicht-Samsung-Nutzer bei der Galaxy Watch Ultra 2?

Wer ein Android-Smartphone nutzt, das nicht von Samsung stammt, verliert EKG-Messung, Schlafapnoe-Erkennung, Blutdrucküberwachung und Kamera-Fernbedienung. Alle anderen Funktionen – Fitness-Tracking, GPS, Benachrichtigungen, Tauchmodus – bleiben erhalten. Das ist ab Android 13 kompatibel.

Was ist der Unterschied zwischen Galaxy Watch Ultra 2 und Galaxy Watch 9?

Beide Modelle nutzen denselben Snapdragon Wear Elite-Chip. Die Ultra 2 bietet einen größeren Akku (800 vs. 390 mAh), DIN EN 13319-Tauchzertifizierung, MIL-STD-810H-Robustheit und 5.000 Nits Helligkeit. Die Watch 9 (ab 409 Euro) ist kleiner (40 oder 44 mm), leichter und deutlich günstiger – für Alltagsnutzer die smartere Wahl.

Quellen & Referenzen

Wer gerade das gesamte Samsung-Wearables-Ökosystem neu bewertet, findet bei uns auch einen aktuellen Test der Samsung Galaxy Buds 4 Pro und einen Vergleich zum Google Pixel Watch 4 als alternative Smartwatch im Android-Universum.

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