Das Smartphone-Jahr 2025: Ein Jahr im KI-Rausch – Zwischen technischer Revolution und kollektivem Realitätsverlust
Ein investigativer Langzeit-Report über das Jahr, in dem unsere Telefone anfingen zu halluzinieren, dünner wurden als die Physik es erlaubt, und uns tiefer in die Tasche greifen ließen als je zuvor.
Hand aufs Herz: Haben wir wirklich darauf gewartet, dass unser Telefon Gedichte schreibt, uns erklärt, wie man Pizza mit Klebstoff belegt, oder unsere Urlaubsfotos so stark manipuliert, dass sie nichts mehr mit der Realität zu tun haben? Das Jahr 2025 wird in die Geschichtsbücher der Technologie eingehen als das Jahr, in dem die Smartphone-Industrie kollektiv beschloss, dass Hardware “auserzählt” ist und “Künstliche Intelligenz” das neue Allheilmittel für stagnierende Verkaufszahlen sein muss. Wir haben das Jahr der “KI-Phones” hinter uns – und wir müssen reden. Klartext. Ohne Marketing-Sprech.
Als jemand, der seit über zwei Jahrzehnten die Entwicklung vom Nokia 3310 bis zum iPhone 17 begleitet, habe ich schon viele “The Next Big Things” kommen und gehen sehen. Wir erinnern uns an 3D-Displays, modulare Handys (die nicht von Fairphone waren) und gebogene Bildschirme, die keinen Nutzen hatten. Aber 2025 war anders. Es war das Jahr, in dem die Schere zwischen dem hysterischen Marketing-Hype im Silicon Valley und der ernüchternden Nutzer-Realität in Bottrop, Berlin und Bern so weit auseinanderging wie nie zuvor.
Wir haben die Flaggschiffe von Apple, Samsung, Google und den tapferen europäischen Herausforderern wie Fairphone und Shiftphone nicht nur ausgepackt, sondern seziert. Wir haben Ladekurven analysiert, bis die Messgeräte glühten, wir haben KI-Assistenten in den Wahnsinn getrieben und wir haben uns gefragt: Ist das Smartphone-Jahr 2025 der Beginn einer neuen Ära oder nur ein teurer Zwischenschritt? Hier ist die ungeschminkte Wahrheit.
Kapitel 1: Die Große KI-Lüge? Marketing trifft auf harte Realität
Wenn man den Marketing-Abteilungen in Cupertino, Mountain View und Seoul Glauben schenkt, war 2025 das Jahr, in dem das Smartphone zum allwissenden Orakel mutierte. Der Begriff “Agentic AI” flog durch die Keynotes wie Konfetti auf einer Parade.1 Die Versprechen waren gigantisch: Telefone, die unsere E-Mails nicht nur lesen, sondern verstehen; Assistenten, die unseren Alltag managen, bevor wir überhaupt wissen, was wir wollen; und Kameras, die aus schlechten Fotografen preisgekrönte Künstler machen.
Doch was blieb davon im deutschen Alltag übrig, wenn der Vorhang fiel und das WLAN mal wieder schwankte?
Der Elefant im Raum: Halluzinationen und digitale Demenz
Es war fast schon komödiantisch, wenn es nicht so traurig wäre. Während Google und OpenAI ihre Modelle als den nächsten Schritt der menschlichen Evolution anpriesen, kämpften Nutzer weltweit mit einer KI, die einfache Fakten verdrehte und selbstbewusst Unsinn erzählte. Wir erinnern uns alle an das Debakel der “Sommer-Leselisten” der Chicago Sun-Times, in denen die KI Bücher erfand, die gar nicht existierten – geschrieben von realen Autoren.2 Das war kein Einzelfall, sondern symptomatisch für eine Technologie, die noch in den Kinderschuhen steckt, aber als erwachsen verkauft wird.
Auf dem Smartphone manifestierte sich das in Assistenten, die uns in die Irre führten. Googles “AI Overviews” rieten Nutzern ernsthaft dazu, Steine zu essen oder ungiftigen Kleber in die Pizzasoße zu mischen, damit der Belag nicht herunterrutscht.3 Ein PR-Desaster der Sonderklasse, das zeigt, dass “generativ” nicht immer “intelligent” und schon gar nicht “wahr” bedeutet. In unseren Tests mit dem Pixel 10 Pro und dem Samsung Galaxy S25 Ultra erlebten wir ähnliche Momente. Fragte man nach spezifischen lokalen Informationen – etwa den Öffnungszeiten eines kleinen Cafés in München – halluzinierte die KI oft plausible, aber falsche Zeiten. Man steht vor verschlossener Tür, weil man dem “Agentic AI” vertraut hat. Das ist nicht die Zukunft, die uns versprochen wurde.
Die nützlichen Nadeln im Heuhaufen
Doch es wäre unfair, alles als Schlangenöl abzutun. Es gab Lichtblicke. Wirkliche, greifbare Vorteile, die über Spielerei hinausgingen und zeigen, wohin die Reise gehen könnte, wenn die Kinderkrankheiten überwunden sind:
- Der Pixel Rekorder als journalistisches Werkzeug: Für Journalisten, Studenten und Meeting-Geplagte ist diese App ein Segen. Die Transkription auf dem Pixel 10 Pro (dank Tensor G5) ist mittlerweile so präzise, dass sie echte Arbeitszeit spart. Sie unterscheidet nicht nur verschiedene Sprecher zuverlässig, sondern fasst lange Debatten auch sinnvoll zusammen – und das meistens lokal auf dem Gerät, ohne Daten in die Cloud zu blasen.4 Hier liefert die KI echten Mehrwert.
- Audio Eraser gegen den Nordsee-Wind: Endlich kein Rauschen mehr in den WhatsApp-Videos vom Strandurlaub. Das funktioniert sowohl bei Googles “Audio Magic Eraser” als auch bei Samsungs Äquivalent überraschend gut. Man tippt auf einen Button, die KI analysiert die Frequenzen, und das Geschrei oder der Wind im Hintergrund verschwindet, während die Stimme klar bleibt. Das ist echte Magie, kein Hype, und rettet so manche Aufnahme.4
- Priority Notifications gegen den Info-Infarkt: Apple hat mit iOS 18.4 und später verfeinert in iOS 19 endlich verstanden, dass wir in Benachrichtigungen ertrinken. Die KI-gestützte Sortierung ist subtil, aber einer der wenigen “KI”-Momente, die den Blutdruck senken statt ihn zu erhöhen. Das System lernt, was wirklich wichtig ist (der Anruf der Kita, die Warnung der Bank) und was warten kann (der 20. Newsletter, das “Like” auf Instagram).4
Aber mal ehrlich: Die Funktion, mit der man auf einem Foto Personen verschieben kann (“Reimagine” oder “Magic Editor”), ist beim ersten Mal beeindruckend, beim dritten Mal nett und danach vergessen. Es ist das klassische “Party-Trick”-Syndrom. Wenn wir anfangen, unsere Erinnerungen so stark zu manipulieren, dass sie nichts mehr mit der Realität zu tun haben, wird die Technologie philosophisch fragwürdig. Wollen wir das Foto vom schiefen Turm von Pisa, auf dem wir ihn wirklich stützen, oder wollen wir eine KI-Generierung, die so tut, als ob?.5
Das Abo-Damoklesschwert: Wenn das Feature plötzlich Geld kostet
Der dickste Haken an der ganzen KI-Sache ist jedoch finanzieller Natur. Samsung hat die Katze fast aus dem Sack gelassen, und es schmeckt uns gar nicht. Die kostenlosen “Galaxy AI”-Funktionen sind nur bis Ende 2025 garantiert.6 Die Formulierungen in den Fußnoten der Produktseiten werden immer schwammiger, und Branchenexperten rechnen fest damit, dass wir ab 2026 für Premium-KI-Features zur Kasse gebeten werden.
Samsung spricht bereits von “gebührenpflichtigen” KI-Funktionen in der Zukunft.8 Das Szenario ist düster: Wer heute 1.449 € für ein Galaxy S25 Ultra auf den Tisch legt, kauft Hardware, deren Software-Zukunft teilweise hinter einer Paywall liegen könnte. Stellen Sie sich vor, Ihr “Live Translate” Feature funktioniert im Januar 2026 plötzlich nicht mehr, es sei denn, Sie schließen ein Abo für 4,99 € im Monat ab. Das ist die “Service-ification” der Hardware, ein Trend, den wir kritisch im Auge behalten müssen. Wir kaufen nicht mehr das Gerät, wir kaufen nur noch den Zugang zur Plattform.

Kapitel 2: Apple iPhone 17 Serie – Dünn, teuer und ein bisschen magersüchtig
Apple hat dieses Jahr Mut bewiesen – oder Leichtsinn, je nachdem, wen man fragt. Mit dem iPhone 17 Air wurde das “Plus”-Modell beerdigt und durch ein Design-Statement ersetzt, das die Geister scheidet.
iPhone 17 Air: Die Physik lässt sich nicht betrügen
Das iPhone 17 Air ist beeindruckend dünn – 5,6 Millimeter, um genau zu sein.9 Es wiegt nur 165 Gramm und fühlt sich in der Hand an wie ein Stück Zukunft, ein Hauch von Technik. Wenn man es das erste Mal hält, wirkt das eigene iPhone 15 Pro plötzlich klobig und altbacken. Aber der Preis für diese Diät ist hoch, und damit meinen wir nicht nur die 1.199 €, die Apple in Deutschland dafür aufruft.10
Der Akku-Kompromiss:
Ein 3.149 mAh Akku in einem 6,5-Zoll-Gerät ist mutig – manche würden sagen: tollkühn.11 Apple verspricht zwar vollmundig “All-Day-Battery” dank des effizienten A19 Chips, aber unsere Recherchen und die Berichte diverser Tech-Foren zeichnen ein anderes Bild. Die Physik ist unerbittlich. Während Apple-Marketing von optimierten Video-Playback-Zeiten schwärmt (27 Stunden), sieht die Realität für Power-User anders aus. Wer GPS nutzt, 5G aktiv hat, Display-Helligkeit im Freien hochdreht und vielleicht noch ein paar Fotos macht, sucht am frühen Nachmittag nach einer Steckdose.
Im direkten Vergleich zum iPhone 17 Pro Max, das in unabhängigen Laufzeittests (Websurfing) regelmäßig die fast 18-Stunden-Marke knackt, schafft das Air gerade mal 12 Stunden.13 Das ist ein Rückschritt auf das Niveau von vor drei Jahren. Es ist ein Lifestyle-Produkt für Menschen, die ständig in der Nähe eines MagSafe-Chargers sind – und ironischerweise verkauft Apple genau dafür ein spezielles Battery Pack.12 Man kauft also ein dünnes Handy, um es dann mit einem Zusatzakku wieder dick zu machen, um über den Tag zu kommen. Logik? Fehlanzeige. Man kauft hier Design, nicht Funktionalität.
Wärmeentwicklung und Drosselung:
Weniger Volumen bedeutet nicht nur weniger Akku, sondern auch weniger Platz zur Wärmeableitung. Es gibt keine massive Vapor Chamber wie in den Pro-Modellen. Das Resultat: Das Air drosselt unter Last spürbar schneller als seine dickeren Geschwister. In 3DMark-Stresstests fällt die Leistung bereits nach wenigen Durchläufen signifikant ab, um die Komponenten zu schützen.14 Wer plant, darauf anspruchsvolle Titel wie “Assassin’s Creed Mirage” oder “Genshin Impact” zu spielen, sollte sich Handschuhe anziehen oder gleich zum Pro greifen. Das Air ist ein Sprinter, kein Marathonläufer.
iPhone 17 Pro & Pro Max: Die Performance-Monster
Während das Air die Blicke auf sich zieht, ist das iPhone 17 Pro Max das eigentliche Arbeitstier für Technik-Enthusiasten. Der A19 Pro Chip ist ein Biest, besonders in der Single-Core-Leistung, wo er die Konkurrenz von Qualcomm und MediaTek immer noch auf Abstand hält, wenn auch knapper als früher. In Geekbench-Tests erreicht der A19 Pro fast 3.900 Punkte im Single-Core, ein Wert, von dem Desktop-PCs vor wenigen Jahren nur träumen konnten.15
Mit 12 GB RAM ist das Pro-Modell endlich zukunftssicherer für kommende KI-Modelle, die lokal auf dem Gerät laufen sollen.16 Apple hat hier endlich auf die Kritik der letzten Jahre reagiert, wo knapper RAM oft zum Flaschenhals wurde.
Preisschock in Deutschland:
Ein Blick auf die Preisgestaltung treibt einem jedoch die Tränen in die Augen. Während das iPhone 17 Pro Max in den USA bei 1.199 $ startet (ohne Steuern), zahlen wir hierzulande satte 1.449 €.17 Selbst wenn man die Mehrwertsteuer herausrechnet, zahlen wir einen saftigen “Europa-Aufschlag”, der sich durch Zölle und Währungsabsicherungen allein nicht vollständig erklären lässt.18 Apple nutzt die Kaufkraft in DACH gnadenlos aus.
Hier eine Übersicht der offiziellen Preise für den deutschen Markt (inkl. MwSt.):
| Modell (Basis-Speicher 256 GB) | US-Preis (netto) | DE-Preis (brutto) | Differenz (ca.) |
| iPhone 17 | $799 (~760 €) | 949 € | +189 € |
| iPhone 17 Air | $999 (~950 €) | 1.199 € | +249 € |
| iPhone 17 Pro | $1.099 (~1.045 €) | 1.299 € | +254 € |
| iPhone 17 Pro Max | $1.199 (~1.140 €) | 1.449 € | +309 € |
Hinweis: US-Preise sind Netto-Preise. In Deutschland sind 19% MwSt enthalten. Dennoch bleibt ein spürbarer “Apple-Tax” Aufpreis.
Kapitel 3: Samsung Galaxy S25 Serie – Evolution statt Revolution, aber mit Hitzewallungen
Samsung spielt es sicher, aber auf extrem hohem Niveau. Das Galaxy S25 Ultra ist das Schweizer Taschenmesser unter den Smartphones – es kann alles, ist aber auch entsprechend wuchtig und teuer.

Galaxy S25 Ultra vs. S25 Edge: Ein ungleiches Paar
Die Überraschung des Jahres war das Galaxy S25 Edge. Samsung hat den legendären “Edge”-Namen wiederbelebt, aber nicht für gebogene Displays (die sind glücklicherweise tot), sondern für ein ultradünnes Modell (5,8 mm), das direkt gegen das iPhone Air positioniert ist.19
- Das S25 Ultra bleibt der König der Specs: Eine 200 MP Hauptkamera, ein riesiger 5.000 mAh Akku, der integrierte S Pen und der neue, speziell angepasste Snapdragon 8 Elite for Galaxy Prozessor. Es ist das Arbeitstier für Manager, Kreative und Power-User. In Deutschland startet es bei 1.449 € für die 256GB Version 10, was preislich exakt auf Augenhöhe mit dem iPhone 17 Pro Max liegt. Der neue Titanrahmen und die endlich abgerundeten Ecken machen es etwas handschmeichelnder als den kantigen Ziegelstein namens S24 Ultra.21 Das Display ist dank neuer Beschichtung noch entspiegelter – ein Feature, das im Alltag mehr wert ist als jede KI-Spielerei.
- Das S25 Edge hingegen muss Federn lassen. Mit einem 3.900 mAh Akku kämpft es mit ähnlichen physikalischen Grenzen wie das iPhone Air.22 Es sieht fantastisch aus, keine Frage. Aber wer viel filmt, spielt oder Multitasking betreibt, wird merken, wie das Gerät heiß wird und den Akku leersaugt. Es ist ein Kompromiss für Ästheten.23
Hitzeköpfe und Software-Bugs: Der holprige Start
Das S25 Ultra hatte einen holprigen Start, der an alte Zeiten erinnerte. Nutzer in Foren wie Android-Hilfe.de berichteten von unerklärlichem Akku-Drain nach dem Mai-Update und Hitzeproblemen bei eigentlich trivialen Aufgaben wie Videoanrufen über WhatsApp.24 “Mein Handy wird zur Heizung”, war ein häufiger Kommentar. Samsung hat zwar mit Updates nachgebessert, aber es zeigt ein grundlegendes Problem: Der mächtige Snapdragon 8 Elite Chip produziert eine enorme Abwärme, die irgendwo hin muss.
Die riesige Vapor Chamber im S25 Ultra hilft, die Wärme zu verteilen, aber im dünnen S25 Edge-Modell gibt es weniger Puffer. Das Gerät wird punktuell schnell unangenehm warm, besonders im Bereich der Kamera.26 Das ist der Preis für die Leistung. Wer einen PC-Prozessor in ein Smartphone baut, muss sich nicht wundern, wenn es sich anfühlt wie ein Toaster.

Kapitel 4: Google Pixel 10 Serie – TSMC rettet den Tensor (fast)
Das Pixel 10 war Googles großer Hoffnungsträger. Endlich weg von der Samsung-Fertigung (die oft für Hitzeprobleme und schlechten Empfang verantwortlich gemacht wurde), hin zu TSMC für den neuen Tensor G5 Chip. Hat der Wechsel funktioniert? Ja und nein.
Tensor G5: Kein Benchmark-König, aber endlich effizient
Wer gehofft hat, dass der Tensor G5 plötzlich Kreise um den Snapdragon 8 Elite oder den Apple A19 Pro dreht, wird enttäuscht. In reinen Leistungs-Benchmarks wie Geekbench hinkt Google immer noch hinterher – und zwar teilweise deutlich. Der Single-Core-Score liegt bei ca. 2.285 Punkten, während der Snapdragon locker die 3.000er Marke knackt.27 Für Gamer, die jedes Frame zählen, ist das Pixel also immer noch zweite Wahl.
Aber: Die Effizienz hat sich massiv verbessert. Das Pixel 10 Pro läuft im Alltag spürbar kühler als das Pixel 9 Pro, und die Akkulaufzeit hat sich auf solide 1,5 Tage bei normaler Nutzung stabilisiert.28 Das ist im echten Leben viel wichtiger als synthetische Benchmark-Zahlen.
Das Modem-Problem gelöst?
Ein langjähriges Ärgernis der Pixel-Serie war das Exynos-basierte Modem, das oft Verbindungsprobleme hatte und am Akku saugte. Mit dem Pixel 10 Pro berichten Nutzer endlich von stabilem Empfang und deutlich weniger Wärmeentwicklung bei 5G-Nutzung.28 Das ist vielleicht das wichtigste, wenn auch unspektakulärste Upgrade des Jahres für Google-Fans. Endlich ist das Telefon auch ein gutes Telefon.
Preisgestaltung und Speicher-Geiz:
Google zieht die Preisschraube an, bleibt aber unter Apple und Samsung. Das Pixel 10 startet in Deutschland bei 899 €, das Pixel 10 Pro bei 1.099 €.29 Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch: Das Basis-Pixel 10 kommt in der kleinsten Version (128 GB) immer noch mit langsamerem UFS 3.1 Speicher, während die Pro-Modelle und größeren Speicher-Varianten den schnelleren UFS 4.0 Standard nutzen.30 Bei einem Preis von fast 900 Euro ist das Sparen am falschen Ende und eine echte Frechheit gegenüber dem Kunden.

Kapitel 5: Die europäischen Alternativen – Nachhaltigkeit trifft High-Tech
Während die Giganten sich im Spec-War aufreiben, liefern Fairphone aus den Niederlanden und Shiftphone aus Deutschland Argumente für Vernunft. Und 2025 müssen wir diese Geräte nicht mehr nur aus Mitleid oder reinem Gewissen kaufen – sie sind technisch endlich konkurrenzfähig.
Fairphone 6: Modularität ohne Kompromisse?
Das Fairphone 6 (erschienen Juni 2025) ist eine echte Überraschung. Mit einem Preis von 599 € in Europa 31 positioniert es sich aggressiv. Es bietet ein 120Hz OLED-Display (endlich!) und einen soliden Snapdragon 7s Gen 3 Prozessor.32 Das ist gehobene Mittelklasse, die für 95% aller Nutzer völlig ausreicht.
Der Clou: Es ist wasserfest mit IP55 Zertifizierung, obwohl man den Akku ohne Werkzeug in Sekunden wechseln kann. Fairphone beweist, dass man für Reparierbarkeit nicht mehr auf moderne Features verzichten muss.33 Dazu gibt es 8 Jahre Software-Support. Das ist Nachhaltigkeit, die sich auch im Geldbeutel rechnet.
Shiftphone 8: Der deutsche Pionier
Das Shiftphone 8 aus dem hessischen Falkenberg setzt noch einen drauf: IP66-Zertifizierung bei voller Modularität.34 Es verfügt über physische “Kill-Switches” für Kamera und Mikrofon – ein Traum für Datenschutz-Puristen, die sichergehen wollen, dass niemand zuhört.
In einer spannenden Kooperation mit Murena gibt es zudem eine Version, die komplett “de-googled” ist und mit /e/OS ausgeliefert wird. Das stößt in der deutschen Tech-Bubble auf großes Interesse.35 Wer die Schnauze voll hat von Datensammlern aus den USA, findet hier seinen heiligen Gral: Ein modulares, reparierbares Telefon mit einem Betriebssystem, das die Privatsphäre respektiert. Ein Nischenprodukt, ja, aber eine extrem wichtige Nische.
Tech Deep Dive: Die Schlacht der Chips – Silizium unter der Lupe
Lassen Sie uns kurz technisch werden. Was treibt diese Geräte an und warum sollte Sie das interessieren? Es ist nicht nur “schneller, höher, weiter” – es geht um Architektur-Philosophien.
| Merkmal | Apple A19 Pro | Snapdragon 8 Elite (Gen 5) | Google Tensor G5 |
| Fertigung | 3nm (TSMC N3P) | 3nm (TSMC N3P) | 3nm (TSMC N3E) |
| CPU-Leistung | König im Single-Core.15 Apps starten rasend schnell, JavaScript im Browser fliegt. | König im Multi-Core.15 8 Kerne für massives Multitasking und Rendering. Überholt Apple hier erstmals deutlich. | Mittelklasse, Fokus auf Effizienz.27 Ausreichend für Alltag, aber kein Rennwagen. |
| GPU/Gaming | Solide, Hardware-Ray-Tracing optimiert. Konstant, aber nicht Spitzenreiter. | Absolutes Biest. Führt in 3DMark Benchmarks und hält hohe Framerates länger stabil.36 | Schwächelt bei High-End-Gaming. Oft auf 60 FPS limitiert, wo andere 120 schaffen.30 |
| KI / NPU | 16-Core Neural Engine. Perfekte Integration in iOS. Effizient, aber weniger “Brute Force” Leistung. | Hexagon NPU. Enorme Rechenleistung für lokale KI-Modelle. Ein Kraftwerk. | TPU (Tensor Processing Unit). Spezialisiert auf Googles eigene Modelle (Sprache, Kamera). Nicht der schnellste, aber der smarteste für Google-Apps. |
| Besonderheit | Effizienz-Weltmeister im Teillast-Bereich. | Rohleistung ohne Ende – aber mit entsprechender Abwärme. | Beste Sprachverarbeitung und Echtzeit-Übersetzung. |
Analyse: Qualcomm hat mit dem Snapdragon 8 Elite aufgeholt und Apple im Multi-Core-Bereich sogar überholt. Das ist ein Warnschuss nach Cupertino. Für Gamer ist das Galaxy S25 Ultra (oder dedizierte Gaming-Phones wie das ROG Phone) dieses Jahr die bessere Wahl. Der Tensor G5 ist “gut genug” für den Alltag, bricht aber ein, wenn man ihn stresst. Wer 3D-Games auf höchster Stufe zocken will, sollte einen Bogen um das Pixel machen.
Smart Home Integration: Matter ist endlich Pflicht
Ein oft übersehener Aspekt, der in Deutschland aber essenziell ist: Wie gut spielen die neuen Telefone mit unserem Smart Home zusammen? Wir leben im Land der AVM Fritz!Box, und hier tut sich endlich was.
Apple hat mittlerweile in allen iPhone 17 Modellen (auch dem “günstigen” Air) Thread-Radios und UWB-Chips verbaut.37 Das ist ein massiver Schritt. Es macht das iPhone zur perfekten Steuerzentrale für das moderne Smart Home, ohne dass man zwingend einen HomePod oder Apple TV als “Border Router” benötigt, um Thread-Geräte direkt anzusprechen (zumindest für die direkte Steuerung).
Samsung zieht nach und integriert Matter-Support tief in die SmartThings-Plattform, sogar als erster Hersteller mit Support für die neuen Matter-Kamera-Spezifikationen.38
Für Nutzer einer Fritz!Box ist das relevant: AVM rollt Matter-Support über das Smart Gateway aus, und die neuen iPhones und Galaxys können nun nahtlos mit den smarten Thermostaten und Steckdosen der Fritz-Welt kommunizieren. Die Zeiten der inkompatiblen Insel-Lösungen sind 2025 endlich vorbei – zumindest in der Theorie. In der Praxis hakt es oft noch beim “Onboarding” von Geräten, wenn man sie ohne Hub direkt verbinden will, aber die Richtung stimmt.39 Das iPhone 17 und das S25 sind die ersten Telefone, die wirklich “Matter-Native” fühlen.
Unsere Experten-Meinung: Klartext und Kaufberatung
Ich habe sie alle getestet. Ich habe mich über die Preise geärgert, mich über dünne Gehäuse gefreut, über dumme KI gelacht und über heiße Rückseiten geflucht. Hier ist mein persönliches Urteil für das Smartphone-Jahr 2025:
Kaufempfehlung (Kaufen!):
- Der Allrounder: Das iPhone 17 Pro (ohne Max). Es bietet die volle Leistung des Max, hat eine exzellente Akkulaufzeit (deutlich besser als das Air, fast auf Niveau des 16 Pro Max) und passt noch in die Hosentasche. Es ist das kompletteste iPhone seit Jahren und den Aufpreis zum Air absolut wert.
- Für Android-Power-User: Das Samsung Galaxy S25 Ultra. Trotz des horrenden Preises ist das entspiegelte Display eine Offenbarung im Sonnenlicht und die Vielseitigkeit ist ungeschlagen. Der S Pen bleibt ein Alleinstellungsmerkmal, das man erst vermisst, wenn man es nicht mehr hat. Die Kamera-Updates haben den Auslöseverzögerungs-Bug endlich behoben.
- Der Vernunft-Kauf: Das Fairphone 6. Für 599 € bekommen Sie ein Telefon, das 8 Jahre Updates erhält, dessen Akku Sie in 10 Sekunden wechseln können und das im Alltag absolut flüssig läuft. Es ist das Handy für Erwachsene, die niemandem mehr etwas beweisen müssen und denen Nachhaltigkeit wichtiger ist als Benchmark-Scores.
Finger weg (Vorsicht!):
- iPhone 17 Air & Galaxy S25 Edge: Kaufen Sie diese Geräte nur, wenn Ästhetik ihr einziges Kriterium ist und Sie immer eine Powerbank dabei haben. Sie zahlen mehr Geld für weniger Leistung, weniger Akku und mehr Hitze. Es ist die klassische “Form over Function”-Falle. Die “Air”-Modelle sind Blender für den Showroom, nicht für den harten Alltag.
- Basis-Pixel 10 mit 128GB: Speicher ist billig. 2025 noch 128GB Speicher ohne SD-Slot für fast 900 € anzubieten, ist eine Frechheit. Mit Betriebssystem und ein paar 4K-Videos ist das Ding voll. Wenn Pixel, dann mindestens 256GB oder gleich das Pro.
FAQ: Das wollen Sie wissen (W-Fragen)
1. Lohnt sich der Umstieg vom iPhone 15/16 auf das iPhone 17?
Vom iPhone 15 (Basis): Ein klares Ja! Das 120Hz-Display im Basismodell iPhone 17 ist ein Gamechanger für die Bedienung und lässt das Gerät viel flüssiger wirken. Vom iPhone 16 oder einem Pro-Modell: Eher nein. Die KI-Funktionen kommen per Software-Update größtenteils auch auf das 16er, und der Leistungssprung des A19 ist im Alltag bei WhatsApp und Instagram kaum spürbar. Sparen Sie das Geld.
2. Wann wird “Galaxy AI” kostenpflichtig?
Samsung garantiert die kostenlose Nutzung der aktuellen KI-Features offiziell nur bis Ende 2025. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ab 2026 für erweiterte Funktionen (wie komplexe Bildbearbeitung, Live-Übersetzung oder Cloud-basierte Zusammenfassungen) ein Abo fällig wird. Genießen Sie es, solange es gratis ist, aber planen Sie Ihre Arbeitsabläufe nicht fest darauf ein, wenn Sie keine monatliche Gebühr zahlen wollen.
3. Welches Handy macht 2025 die besten Fotos?
Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unterschiedlichen Siegern je nach Disziplin:
Das Pixel 10 Pro gewinnt bei Schnappschüssen von Kindern und Haustieren, Porträts und extremen Nachtaufnahmen dank überlegener Software und HDR-Verarbeitung.
Das Galaxy S25 Ultra ist unschlagbar beim Zoom (10x und mehr) – perfekt für Konzerte oder Architektur.
Das iPhone 17 Pro ist nach wie vor der unangefochtene König für Videoaufnahmen und bietet die konsistentesten, natürlichsten Farben über alle Linsen hinweg.
