Samsung Galaxy S26 Edge: Tot, begraben – und trotzdem die Rettung für das Plus-Modell?
Auf den Punkt gebracht
Das Galaxy S26 Edge ist Geschichte. Samsung hat die Produktion des ultradünnen Flaggschiffs nach katastrophalen Verkaufszahlen (nur 1,31 Millionen Einheiten vs. 12,18 Millionen beim Ultra) eingestellt. Stattdessen kehrt das Galaxy S26 Plus zurück – und könnte die “Edge-DNA” (Dünnheit ohne Kompromisse) erben. Preis: ab ca. €1.100. Launch: 25. Februar 2026. Die Lektion? Dünn ist sexy, aber nicht um jeden Preis.
Der Flop, von dem niemand spricht
Samsung wollte Apple mit dem Galaxy S25 Edge zuvorkommen – und ist dabei spektakulär gescheitert. Während das iPhone 17 Air die Kassen klingeln lässt, verstaubt Samsungs Antwort in den Regalen: Nur 190.000 verkaufte Einheiten im ersten Monat, wie Hana Securities berichtet. Zum Vergleich? Das Galaxy S25 Ultra verkaufte im gleichen Zeitraum 12,18 Millionen Geräte. Ein Massaker.
Das Problem war nicht die Idee, sondern die Umsetzung. Das S25 Edge war dünn (6,4 mm), aber der Preis dafür? Weniger Akku als das Basismodell, langsamere Ladegeschwindigkeit, nur zwei statt drei Kameras – und das alles für mehr Geld als das S25 Plus. Selbst Tech-Enthusiasten fragten sich: „Warum sollte ich das kaufen?”
Samsung hat die Konsequenzen gezogen: Die Produktion des S25 Edge wurde bereits im Juni 2025 gestoppt, und das S26 Edge? Komplett gecancelt.
Warum das Plus-Modell immer der Verlierer war
Das Galaxy S Plus ist seit Jahren das “ungeliebte mittlere Kind” der S-Serie. Es ist größer als das Basismodell, günstiger als das Ultra – aber niemand will es wirklich haben. Anshel Sag, Analyst bei Moor Insights & Strategy, bestätigt: „Das Plus hat immer am schlechtesten performt, selbst Apple hatte dasselbe Problem mit seinem Plus-Modell”.
Der Grund? 200 Euro Aufpreis zum Basismodell (€799 vs. €999 beim S25) für ein paar Zentimeter mehr Display und marginal bessere Specs. Die meisten Käufer denken sich: „Wenn ich schon mehr zahle, dann gleich das Ultra.” Das Plus bleibt in der Bedeutungslosigkeit hängen.
Aber Samsung hat jetzt eine Chance: Das Edge ist tot – lang lebe das Plus.

Die Edge-DNA als Geheimwaffe für das S26 Plus
Hier wird’s interessant. Samsung hat beim Edge viel gelernt – vor allem, was nicht funktioniert: Dünn um jeden Preis. Aber was wäre, wenn das S26 Plus die Vorteile (schlankes Design) ohne die Nachteile (Akku-Kompromisse) kombiniert?
Technisch machbar: Honor zeigt mit dem Magic 8 Pro Air, dass es geht – 5.500 mAh Akku, Triple-Kamera, nur 6,1 mm dünn. Der Trick? Silizium-Karbon-Akkus, die Samsung bislang ignoriert hat. Wenn Samsung diese Technologie im S26 Plus verbaut, könnte das Modell endlich seine Daseinsberechtigung finden.
Die Specs des S26 Plus (Gerüchte):
- Display: 6,7 Zoll, QHD+, 120 Hz Dynamic AMOLED
- Akku: 4.900 mAh (45W Laden)
- Kameras: 50 MP Hauptkamera (Samsung GN3), 12 MP Ultraweitwinkel, 10 MP Tele (3x optisch)
- Chip: Exynos 2600 (Europa) / Snapdragon 8 Elite Gen 5 (USA)
- Gewicht: ca. 190 Gramm
- Preis: ab €1.100 (256 GB)
Das ist solide, aber nicht revolutionär. Wenn Samsung das Gerät auf unter 7 mm drückt und den Akku auf 5.000+ mAh aufstockt, wäre das ein Statement.
Was sagen die Experten? Dünn ist tot – oder doch nicht?
Anshel Sag ist skeptisch optimistisch: „Es gibt noch Platz für ein dünnes Smartphone – aber nur, wenn Samsung die Wahrnehmungsprobleme löst”. Die Verbraucher müssen überzeugt werden, dass Akkulaufzeit und Haltbarkeit nicht leiden. Beim S25 Edge hat Samsung genau das vermasselt.
Interessant: Sag sieht das Edge auch als „Supply-Chain-Übung für das Fold” – die ultradünne Bauweise war ein Testlauf für das Galaxy Z Fold 7, das tatsächlich beeindruckend dünn geworden ist. Das Edge war also nie als Verkaufsschlager geplant, sondern als Tech-Demo. Pech nur, dass Samsung das niemandem gesagt hat.
Unsere Experten-Meinung: Samsung muss jetzt liefern
Ich sehe das so: Das Edge war ein teurer Fehler, aber ein notwendiger. Samsung hat gelernt, dass ultradünn allein kein Verkaufsargument ist. Die Frage ist: Wird das S26 Plus diese Lektion umsetzen?
Mein Urteil:
- Kaufempfehlung – aber nur, wenn Samsung den Preis bei €999 hält und die Edge-Technologie (dünneres Design, größerer Akku) integriert.
- Finger weg, wenn es ein aufgeblasenes S26 ohne Mehrwert wird. Dann lieber zum Ultra greifen.
Das Plus-Modell hatte noch nie eine echte Identität. Wenn Samsung es nicht schafft, dem S26 Plus eine klare Positionierung zu geben (z.B. „Das dünnste Flaggschiff mit voller Ausstattung”), wird es wieder floppen. Die Edge-DNA ist die letzte Chance.

S26 Plus vs. S25 Edge: Der direkte Vergleich
Das Fazit: Das S26 Plus ist schwerer, dicker – aber in jeder Hinsicht praktischer. Das Edge war ein Showpiece, kein Arbeitstier.
Quellen & Referenzen
📌 Android Central: The Galaxy S26 Edge might be dead, but its DNA could be the secret weapon Samsung’s Plus model needs
📌 GSMArena: Samsung Galaxy S26 and Galaxy S26+: what to expect
📌 SamMobile: Poor iPhone Air sales back Samsung’s Galaxy S26 Edge cancellation
📌 9to5Google: Samsung cancels Galaxy S26 Edge amid failure of thin phones
📌 PhoneArena: Samsung Galaxy S26+ Rumored Specifications
📌 Notebookcheck: Samsung stoppt Galaxy S26 Edge und Galaxy S25 Edge
📌 Notebookcheck: Samsung Galaxy S26+: Der Ersatz für das eingestampfte Galaxy S26 Edge
📌 T-Online: Galaxy S25 Edge: Samsung fährt Produktion zurück
📌 PC Welt: Samsung Galaxy S26 teurer – Preis-Leaks
FAQ: Die 3 wichtigsten Fragen zum Galaxy S26 Plus
Wird das Galaxy S26 Plus das S26 Edge ersetzen?
Ja, definitiv. Samsung hat das S26 Edge nach katastrophalen Verkaufszahlen gecancelt (nur 1,31 Millionen Einheiten verkauft) und arbeitet fieberhaft an der Fertigstellung des S26 Plus. Das Plus-Modell kehrt zurück und könnte die Edge-Technologie (dünneres Design) ohne Kompromisse integrieren.
Was kostet das Galaxy S26 Plus in Deutschland?
Etwa €1.100 für die 256-GB-Version. Laut aktuellen Leaks könnte der Preis sogar bis €1.269 steigen, was 200 Euro mehr wäre als beim S25 Plus. Der Launch ist für den 25. Februar 2026 geplant. Vergleichbar mit dem aktuellen S25 Ultra Einstiegspreis.
Lohnt sich das S26 Plus oder soll ich zum Ultra greifen?
Das hängt vom finalen Preis ab. Wenn Samsung das Plus unter €1.000 hält und die Edge-DNA (dünn + großer Akku) integriert, ist es eine Alternative zum Ultra. Bleibt es bei €1.100+, greift lieber zum Ultra – der bietet S-Pen, bessere Kameras und mehr Prestige für nur 300-400 Euro Aufpreis. Das Plus muss seine Existenz erst rechtfertigen.
