Oppo Find X9 Test: Kompaktes Flaggschiff für alle, die große Technik in ein handliches Gehäuse wollen
Einführung
Mit dem Oppo Find X9 bringt der Hersteller ein selten gewordenes Gerät auf den Markt: ein Oberklasse‑Smartphone, das bewusst kompakter ausfällt als viele XXL‑Flaggschiffe und trotzdem kaum Abstriche bei Display, Kamera oder Performance macht.
Das 6,59‑Zoll‑AMOLED‑Panel mit 120 Hz, ein moderner 3‑nm‑Chip und ein Kamera‑Setup mit Hasselblad‑Tuning zielen klar auf Nutzer, die ein leistungsstarkes Alltagsgerät wollen, ohne ständig ein Tablet in der Hosentasche zu tragen.
Oppo positioniert das Find X9 in Europa preislich auf Flaggschiff‑Niveau, liegt mit 999,90 Euro UVP für die 12‑/512‑GB‑Variante aber leicht unter manchen Ultra‑Premium‑Geräten anderer Hersteller.
Spannend für deutschsprachige Nutzer sind außerdem die versprochenen bis zu fünf große Android‑Upgrades sowie lange Sicherheits‑Updates, was das Gerät aus Langzeitsicht deutlich attraktiver macht.

Design & Verarbeitung: Kompakt, matt, hochwertig
Das Oppo Find X9 setzt auf ein flaches Glasdesign mit matter Rückseite, das Fingerabdrücke deutlich besser verschwinden lässt als viele glänzende Konkurrenten.
Mit rund 203 Gramm Gewicht und knapp 8 mm Gehäusedicke wirkt das Gerät im Alltag spürbar handlicher als viele 6,7‑ oder 6,8‑Zoll‑Smartphones, bleibt aber massiv genug, um einen hochwertigen Eindruck zu hinterlassen.
Auffällig sind die extrem schmalen, nahezu symmetrischen Displayränder von um die 1,1–1,15 mm, die Oppo sowohl in den Marketingunterlagen als auch Tester positiv hervorheben.
Kombiniert mit dem flachen Panel und den leicht abgerundeten Ecken wirkt die Front fast rahmenlos, was dem X9 einen sehr modernen, fast „borderless“ Look verleiht.
Das Kameramodul ist rechteckig eingefasst und optisch an die Pro‑Variante angelehnt, verzichtet aber auf übertriebene Experimente – es wirkt technisch, aber nicht verspielt.
Durch die IP‑Zertifizierungen (bis hin zu IP68/69 je nach Markt) ist das Find X9 zudem deutlich robuster, als es das elegante Design vermuten lässt, was es für den Alltagseinsatz in Stadt und Outdoor gleichermaßen interessant macht.

Display: 120‑Hz‑AMOLED mit sehr schmalem Rahmen
Das 6,59‑Zoll‑AMOLED mit 1,5K‑Auflösung (ca. 2760 × 1256 Pixel) bietet eine hohe Schärfe, ohne so energiehungrig zu sein wie manche QHD‑Displays.
Dank 120‑Hz‑Bildwiederholrate wirken Animationen, Scrollen im Browser und Games sichtbar flüssig, was im Alltag deutlich spürbarer ist als reine Auflösungssprünge.
Oppo setzt auf hohe Helligkeitsreserven und ein ProXDR‑ähnliches Tuning, sodass HDR‑Inhalte und helle Szenen auch in direkter Sonne gut ablesbar bleiben.
Für empfindliche Nutzer interessant: Die hohe PWM‑Dimmfrequenz reduziert Flimmern und soll die Augen bei längerem Lesen oder Scrollen schonen.
Zwar verzichtet das Find X9 im Gegensatz zur Pro‑Variante auf ein LTPO‑Panel, das besonders dynamische Anpassungen der Bildwiederholrate ermöglicht, in Tests fällt das aber vor allem theoretisch ins Gewicht.
In der Praxis erreicht das Gerät sehr gute Laufzeiten, während die Bedienung durchgehend reaktionsschnell bleibt – ein fairer Kompromiss für den kompakten Formfaktor.
Performance & Software: 3‑nm‑Power mit ColorOS 16
Im Inneren arbeitet ein aktueller 3‑nm‑Chip aus der Dimensity‑9500‑Serie, der laut Oppo und Benchmarks gegenüber der Vorgängergeneration deutlich mehr Single‑ und Multicore‑Leistung bei besserer Effizienz liefert.
Tests bescheinigen dem Find X9 flüssige Performance in aktuellen Games wie Genshin Impact oder Call of Duty Mobile, inklusive stabiler Frameraten und effizientem Wärmemanagement.
Oppo kombiniert den Chip mit bis zu 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicherplatz, wobei in Europa vor allem die 12‑/512‑GB‑Variante vermarktet wird.
In Alltagsszenarien wie Multitasking, Bildbearbeitung oder 4K‑Videoaufnahmen sind keine relevanten Engpässe erkennbar, selbst bei längeren Sessions.
Als Softwarebasis dient Android 16 mit ColorOS 16, das in Europa bis zu fünf große Android‑Upgrades und eine Langzeitversorgung mit Sicherheits‑Patches verspricht.
ColorOS 16 bringt neue AI‑Funktionen wie Übersetzung in Anrufen, intelligente Anrufassistenz und diverse Komfortfunktionen, bleibt aber näher an Stock‑Android als ältere Oppo‑Versionen und wirkt dadurch aufgeräumter.
Sicherheit & Bedienung: Ultraschall‑Fingerprint und Face Unlock
Ein wichtiger Qualitätssprung gegenüber älteren Oppo‑Generationen ist der Wechsel von einem optischen zu einem Ultraschall‑Fingerprint im Display, der spürbar schneller und zuverlässiger arbeitet.
Selbst mit leicht feuchten oder fettigen Fingern kommt der Sensor in Tests besser zurecht, was im Alltag genau die Art Detail ist, die den Unterschied zu Mittelklasse‑Geräten ausmacht.
Zusätzlich steht ein Face‑Unlock zur Verfügung, das sich vor allem für schnelle Entsperr‑Situationen im Alltag eignet, während für Banking‑Apps und Zahlungen weiter der Fingerabdruck empfohlen wird.
ColorOS erlaubt außerdem, über den Fingerabdruck direkt Apps zu starten oder Animationen anzupassen, was Power‑Usern praktische Abkürzungen im täglichen Workflow bietet.

Kamera: Hasselblad‑Tuning und vielseitiger Zoom
Das Find X9 setzt auf ein Triple‑Kamera‑Setup mit hochauflösender Hauptkamera, Periskop‑Telefoto und Ultraweitwinkel, das in Zusammenarbeit mit Hasselblad beim Farb‑Tuning verfeinert wurde.
In Reviews überzeugen vor allem Dynamikumfang, Detailtreue und die Konsistenz zwischen den Brennweiten – ein Schwachpunkt vieler Konkurrenzgeräte.
Die Telekamera erreicht optische 3x‑Vergrößerung und lässt sich per digitalem Zoom weit darüber hinaus nutzen, ohne bei moderaten Zoomstufen sofort in eine Aquarell‑Optik zu kippen.
Interessant ist zudem, dass das System auch bei höheren Zoomstufen noch vergleichsweise viel Detail erhält, bevor die typischen AI‑Artefakte stärker sichtbar werden.
Bei Nachtaufnahmen liefert das Find X9 sehr helle, scharfe Bilder mit wenig Rauschen, ohne Szene völlig zu überbelichten – ein klarer Fortschritt gegenüber der X8‑Generation.
Die Portrait‑Funktion arbeitet mit ansprechender Freistellung bei 1x, 2x und 3x, was die Kamera zu einem vielseitigen Werkzeug für Street‑ und Portrait‑Fotografie macht.
Für Video unterstützt das Gerät 4K‑Aufzeichnung mit hohen Bildraten und stabiler elektronischer Bildstabilisierung, während die Pro‑Variante noch einen Schritt weiter bis zu 4K/120 mit Dolby Vision geht.
Für Content‑Creator im deutschsprachigen Raum reicht die Videoqualität des Find X9 im Alltag problemlos für Social‑Media‑Clips und Vlogs, zumal Farben und Weißabgleich natürlich wirken.

Akku & Laden: Zwei Tage Laufzeit sind realistisch
Oppo stattet das Find X9 mit einem deutlich vergrößerten Akku im Vergleich zur Vorgängergeneration aus, der in Tests locker über einen intensiven Tag hinauskommt.
FoneArena berichtet von mehr als sieben Stunden Bildschirm‑Zeit bei rund zwei Tagen Nutzung, was für ein kompaktes Flaggschiff ein sehr guter Wert ist.
Beim Laden setzt Oppo auf 80‑W‑SuperVOOC, das den Akku in weniger als einer halben Stunde auf etwa 50 Prozent und in unter einer Stunde auf 100 Prozent bringt.
Zusätzlich steht 50‑W‑kabelloses Laden zur Verfügung, wodurch das Gerät auch in modernen Schreibtisch‑ oder Nachttisch‑Setups problemlos integriert werden kann.
Für Langzeitnutzer wichtig: Funktionen wie „Smart Charging“ oder eine Begrenzung auf 80 Prozent Ladestand sollen die Zellalterung verringern, indem das Gerät Laderoutine und Nutzungsmuster analysiert.
Damit hebt sich das Find X9 positiv von vielen Geräten ab, die zwar schnell laden, aber kaum Werkzeuge zur Akkuschonung anbieten.
Preis & Verfügbarkeit in Deutschland und Europa
In Europa startet das Oppo Find X9 offiziell bei 999,90 Euro für die Variante mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher, während das Find X9 Pro bei 1.299,90 Euro liegt.
Oppo koppelt den Launch an attraktive Vorbesteller‑Bundles: In der Frühphase gab es beim Kauf eines Find X9 ein Oppo Pad SE gratis, beim Pro‑Modell sogar eine Oppo Watch X2 plus Cashback.
Für den deutschsprachigen Raum ist besonders interessant, dass Händler und Oppo‑Shops je nach Land spürbar unterschiedliche Deals anbieten – in Spanien etwa fielen die Launch‑Bundles teils deutlich günstiger aus als in anderen EU‑Ländern.
Notebookcheck weist darauf hin, dass Oppo‑Fans in Deutschland hoffen dürfen, dass ähnliche Aktionen auch in DACH‑Märkten verfügbar werden oder sich ein Import aus anderen EU‑Regionen lohnen könnte.
Exklusiver Kontext: Rolle im kompakten Flaggschiff‑Segment
Während viele Android‑Hersteller ihre Top‑Modelle konsequent über 6,7 Zoll positionieren, füllt das Oppo Find X9 mit seinen 6,59 Zoll eine Nische für Nutzer, die Premium‑Hardware in einem noch halbwegs einhändig bedienbaren Format suchen.
In Kombination mit dem flachen Display und den sehr schmalen Rändern wirkt das Gerät im Alltag kleiner, als es die Bildschirmdiagonale vermuten lässt, was es in die Nähe klassischer „Compact‑Flaggschiffe“ rückt.
Für den deutschen Markt könnte das Find X9 vor allem jene Zielgruppe abholen, die mit großen Geräten wie Ultra‑Modellen anderer Hersteller liebäugelt, aber beim Handling und Gewicht Kompromisse scheut.
Dazu passt, dass Oppo ausdrücklich fünf große Android‑Updates verspricht und sich damit in die Spitzengruppe bei der Update‑Politik einreiht – ein Punkt, der für preisbewusste, langfristig planende Käufer in Deutschland zunehmend kaufentscheidend wird.
Kurzfazit: Für wen lohnt sich das Oppo Find X9?
Das Oppo Find X9 ist ein starkes Paket für alle, die ein kompaktes, aber kompromissarm ausgestattetes Flaggschiff mit sehr guter Kamera, starker Akkulaufzeit und schnellem Laden suchen.
Besonders der Mix aus 1,5K‑120‑Hz‑Display, Hasselblad‑Kamera‑Tuning, Ultraschall‑Fingerprint und 80‑W‑Laden hebt das Gerät im Alltag spürbar von gehobener Mittelklasse ab.
Aus menschlicher Perspektive wirkt das Find X9 wie eines der ausgewogensten Android‑Geräte seiner Generation: Für viele Nutzer dürfte es genau den Sweet Spot zwischen Größe, Performance und Akkulaufzeit treffen.
Wer hingegen das absolute Maximum an Display‑Features (LTPO, noch mehr Helligkeit) oder eine noch extremere Kamera‑Ausstattung sucht, wird eher zur Pro‑Variante oder zu Ultra‑Geräten anderer Hersteller greifen – bezahlt dafür aber auch klar mehr.
Quelle: Herstellerangaben und aktuelle internationale Tech‑Reviews zu Oppo Find X9 und Find X9 Pro (u. a. FoneArena, GSMArena, 01net, Notebookcheck, Oppo‑Official).
FAQ
Für wen eignet sich das Oppo Find X9 am meisten?
Das Gerät richtet sich an Nutzer, die ein kompaktes Flaggschiff mit starker Kamera, sehr guter Akkulaufzeit und hochwertiger Verarbeitung suchen, ohne ein übergroßes Smartphone mit sich herumzutragen.
Wie gut ist die Akkulaufzeit des Oppo Find X9 im Alltag?
Tests bescheinigen dem Find X9 problemlos ein bis zwei Tage Laufzeit mit über sieben Stunden Display‑Zeit, unterstützt von 80‑W‑Schnellladen und 50‑W‑Wireless‑Charging
Lohnt sich das Oppo Find X9 im Vergleich zur Pro‑Variante?
Wer ein etwas kleineres Gerät mit sehr guter Gesamtperformance bevorzugt, fährt mit dem Find X9 meist günstiger, während die Pro‑Version vor allem für Nutzer spannend ist, die das Maximum bei Display und Kamera benötigen und bereit sind, den Aufpreis zu zahlen
