Nothing Phone 4a & Pro offiziell: Preise, Specs und Release
Auf den Punkt gebracht: Nothing startet das Phone (4a) ab 349 Euro – günstiger als der Vorgänger. Das Pro-Modell hingegen klettert auf 479 Euro. Beide Geräte laufen direkt mit Android 16, bekommen sechs Jahre Sicherheitsupdates und einen 5.080-mAh-Akku. Der Haken: Kein kabelloses Laden, und die Ultrawide-Kamera bleibt bei beiden Modellen eine Blackbox.
Nothing Phone (4a) auf einen Blick:
| Merkmal | Nothing Phone (4a) | Nothing Phone (4a) Pro |
|---|---|---|
| Preis (Europa) | ab 349 € | ab 479 € |
| Display | 6,78″ AMOLED 120Hz | 6,83″ AMOLED 144Hz |
| Prozessor | Snapdragon 7s Gen 4 | Snapdragon 7 Gen 4 |
| RAM / Speicher | 8/128 GB – 12/256 GB | 8/128 GB – 12/256 GB |
| Hauptkamera | 50 MP | 50 MP Sony LYT700c |
| Teleobj. | 50 MP 3,5x | 50 MP Periskop 3,5x |
| Akku | 5.080 mAh / 50W | 5.080 mAh / 50W |
| Schutzklasse | IP64 | IP68 |
| OS | Nothing OS 4.1 / Android 16 | Nothing OS 4.1 / Android 16 |
| Verkaufsstart | 13. März 2026 | 27. März 2026 |
| US-Verfügbarkeit | ❌ Nein | ❌ Nein |
Was ist gerade passiert?
Nothing hat heute, am 5. März 2026, ohne große Bühnenshow das Phone (4a) und das Phone (4a) Pro offiziell vorgestellt. Kein Launch-Event, kein Countdown auf einer Webseite – einfach raus damit. Das passt zur Marke: weniger Pomp, mehr Substanz. Vorbestellungen für das Standard-Modell laufen bereits, Auslieferung beginnt am 13. März. Das Pro-Modell folgt ab dem 27. März.
Was sofort ins Auge fällt: Das Phone (4a) ist in Europa um einige Euro günstiger geworden als sein Vorgänger, während das Pro-Modell merklich teurer wird. Das ist kein Zufall – Nothing zieht damit eine klarere Linie zwischen den beiden Geräten, was angesichts des Feature-Unterschieds auch Sinn ergibt.
Was steckt wirklich unter der Haube?
Das Standard-Modell trägt den Snapdragon 7s Gen 4, das „s“ steht für abgespeckt. Im Alltag ist das kein Drama – Social Media, Streaming, Kamera – läuft alles. Wer aber Bildbearbeitung, KI-Features oder anspruchsvollere Apps nutzen will, merkt den Unterschied zum Pro, das auf den vollwertigen Snapdragon 7 Gen 4 setzt. Nothing selbst spricht von rund 30 Prozent mehr CPU- und GPU-Leistung beim Pro-Chip. Das ist kein Marketinggewäsch, sondern technisch hinterlegt: Der 7 Gen 4 (ohne „s“) nutzt eine breitere Prime-Core-Konfiguration und ein stärkeres Modem.
Der Arbeitsspeicher startet bei beiden Geräten mit 8 GB RAM – ausreichend für Nothing OS 4.1, das erfreulich schlank daherkommt. Wer intensive Multitasking-Szenarien plant, sollte gleich die 12-GB-Variante wählen. Der interne Speicher nutzt UFS 3.1 – solide, aber nicht das schnellste, was 2026 zu haben ist. UFS 4.0 wäre wünschenswert gewesen.
Das Display des Standard-Modells misst 6,78 Zoll, liefert 1224×2720 Pixel und läuft mit 120 Hz. Das Pro-Panel legt noch eine Schippe drauf: 6,83 Zoll, 144 Hz, und höhere Spitzenhelligkeit. Beide sind mit Gorilla Glass 7i geschützt – eine konkrete Aufwertung gegenüber dem „Panda Glass“ des Vorgängers, das in Tests deutlich schneller Kratzer sammelte.

Kamera: Hohe Auflösung, aber fehlende Ultrawide-Details
Drei Kameras hinten, alle 50 Megapixel – klingt gut. Beim Standard-Modell gibt es Hauptsensor, 3,5-fachen Telezoom und ein Ultrawide. Beim Pro sitzt vorne der Sony LYT700c als Hauptsensor, dazu ein echtes Periskop-Teleobjektiv mit 3,5-fachem optischen Zoom und bis zu 140-fachem Hybrid-Zoom, sowie dasselbe Ultrawide.
Jetzt kommt der Haken: Nothing hat die Ultrawide-Specs bei beiden Modellen zum Launch bewusst nicht kommuniziert. Vermutet werden 8 MP – was im Jahr 2026 für eine Mittelklasse ehrlich gesagt dünn wäre. Beim Pro kommt zumindest der Zusatz „Sony Ultrawide“ – Vertrauen durch Markenname, ohne konkrete Zahlen. Das ist eine klassische Taktik: Stärken betonen, Schwächen verschweigen.
Das Pro unterstützt außerdem 4K Ultra XDR Videoaufnahme mit Dolby Vision – ein Feature, das man bisher eher in der Oberklasse verortete. Wer viel filmt, sollte das ernst nehmen.
Android 16 ab Werk: Sechs Jahre Sicherheitsupdates
Beide Geräte liefern Nothing OS 4.1, basierend auf Android 16, direkt ab Werk aus – und das ist tatsächlich eine Ansage. Wie wir in unserem Artikel zu den Android 17 Beta-Features und dem neuen Release-Zyklus ausgeführt haben, verschiebt Google seine Hauptreleases immer früher im Jahr. Nothing surft da auf der richtigen Welle.
Drei Jahre Android-Versions-Updates und sechs Jahre Sicherheits-Patches – das ist das gleiche Versprechen wie beim Vorgänger Phone (3a). Kein Rückschritt, aber auch kein Fortschritt gegenüber Samsung oder Google Pixel, die teils sieben Jahre anbieten. Wer auf maximale Langlebigkeit aus ist, muss das im Hinterkopf behalten.
Das neue Essential Space mit Cloud-Zugriff und Essential Apps-Unterstützung ist der spannendste Softwareaspekt. Nothing möchte damit einen eigenen App-Ökosystem-Ansatz etablieren – ambitioniert, aber noch früh im Stadium.
Glyph-Interface: Reduziertes Design beim Pro-Modell
Das Standard-Phone (4a) bekommt die „Glyph Bar“ – 63 Mini-LEDs in sieben Zonen. Sie zeigt Benachrichtigungen, Ladestand und Android 16’s Live Updates an. Praktisch für alle, die das Gerät mit der Rückseite nach oben auf den Tisch legen – also eigentlich niemanden. Spaßfeature, aber kein Kaufargument.
Das Phone (4a) Pro trägt auf der Rückseite eine abgespeckte Version der Glyph Matrix aus dem Phone (3) – 137 LEDs, die auch „Glyph Toys“ unterstützen. Anders als beim Phone (3) gibt es keinen physischen Knopf für die Steuerung. Eine Eigenheit, die Fans der Serie irritieren dürfte.
Interessant: Die Rückseite des Pro hat keine transparenten Elemente mehr – außer in der Kamerabar, die 9to5Google treffend als „iPhone-ähnlich“ beschreibt. Ob das ein Kompliment oder eine Kritik ist, liegt im Auge des Betrachters.
Akku und Laden: 5.080 mAh ohne Wireless Charging
5.080 mAh klingt nach einem Tagesbegleiter – und das ist er in der Praxis auch. Bei moderater Nutzung sollte ein Arbeitstag locker drin sein. Mit 50W Schnellladen ist der Akku in rund einer Stunde voll. Allerdings: Kein kabelloses Laden bei keinem der Modelle. In dieser Preisklasse ist das 2026 ein echtes Versäumnis – das Google Pixel 10a etwa bietet es zu einem ähnlichen Einstiegspreis, und auch andere Mitbewerber ziehen hier längst mit.

Farben, Design und IP-Schutzklassen
Das Standard-Phone (4a) kommt in Schwarz, Weiß, Blau und Pink. Die Farb-Varianten Blau und Pink haben getöntes Glas – ein feiner Detail-Akzent, der Nothing von der Masse abhebt. Das Pro-Modell gibt es in Schwarz, Silber und Pink, mit Metall-Unibody und 7,95 mm Bauhöhe – vergleichsweise schlank für ein Smartphone dieser Klasse.
Während viele Mitbewerber auf der MWC 2026 mit faltbaren Designs und extremen Formaten auftrumpften – wie wir in unserem MWC 2026 Highlights mit Honor, Xiaomi und Leica zusammengefasst haben – setzt Nothing auf konservative Solidität. Das ist keine Schwäche, sondern Positionierung: Wiedererkennbarkeit statt Spektakel.
Die IP-Schutzklasse ist ein klares Indiz für den Zielgruppen-Split: IP64 beim Standard (staubdicht, wasserspritzgeschützt) versus IP68 beim Pro (30 Minuten unter 1,5 Meter Wasser). Wer das Gerät öfter im Regen nutzt oder in der Küche, sollte das einkalkulieren.
Preise und Verfügbarkeit im DACH-Raum
In Euro gerechnet startet das Phone (4a) bei 349 Euro – das ist fair für ein Gerät dieser Ausstattung. Die 12/256-GB-Variante kostet 429 Euro; wer langfristig plant, sollte den Aufpreis mitdenken. Das Pro beginnt bei 479 Euro und klettert auf 549 Euro für die beste Ausstattung.
Das sind keine Schnäppchenpreise, aber auch keine Mondpreise. Die direkte Konkurrenz – Google Pixel 10a, Samsung Galaxy A56, iPhone 17e – spielt in ähnlichen Regionen. Wer eine tiefere Einordnung in dieses Mittelklasse-Dreieck sucht, findet in unserem iPhone 17e Test und Samsung-Vergleich eine gute Orientierung. Nothing punktet hier mit Android 16 ab Werk und der unverwechselbaren Optik – schwächelt aber beim fehlenden kabellosen Laden und der intransparenten Ultrawide-Kamera.
Ein kritischer Punkt für den DACH-Raum: In den USA werden beide Geräte nicht direkt verkauft. Das ist eine bewusste Marktentscheidung von Nothing – und ein Zeichen, dass Europa und Asien die Kernzielgruppe bleiben.
Unsere Einschätzung:
Das spricht dafür:
✅ Android 16 ab Werk mit 6 Jahren Sicherheits-Support ✅ Faire Preise für das gebotene Paket, besonders beim Basismodell ✅ Starke Display-Specs (besonders beim Pro mit 144 Hz und höherer Helligkeit) ✅ IP68 beim Pro – echter Alltagsschutz ✅ Klares, wiedererkennbares Design mit Farbakzenten
Das spricht dagegen:
❌ Kein kabelloses Laden bei beiden Modellen – 2026 nicht mehr zeitgemäß ❌ Ultrawide-Kamera-Specs zum Launch verschwiegen – schlechtes Zeichen ❌ UFS 3.1 statt UFS 4.0 – kein Tempo-Champion beim Speicher ❌ Nur 3 Jahre Android-Version-Updates (Google und Samsung bieten mehr) ❌ Kein US-Verkauf – für internationale Nutzer ein Thema
FAQ
Wann ist das Nothing Phone (4a) in Deutschland erhältlich?
Vorbestellungen laufen seit dem 5. März 2026. Das Phone (4a) kann ab dem 13. März 2026 offen bestellt werden. Das Pro-Modell startet am 27. März 2026 in den regulären Verkauf – auch in Deutschland und Österreich über Nothings Website und Händler.
Was ist der Unterschied zwischen Phone (4a) und Phone (4a) Pro?
Der Unterschied ist erheblich: Das Pro bringt den stärkeren Snapdragon 7 Gen 4, ein schnelleres 144-Hz-Display, IP68 statt IP64, einen Metall-Unibody, einen Sony-Hauptsensor mit Periskop-Teleobjektiv und 4K-Dolby-Vision-Video. Preis-Aufschlag: rund 130 Euro.
Kommt das Nothing Phone (4a) auch in die USA?
Nein – Nothing hat explizit bestätigt, dass beide Modelle der Phone-4a-Serie nicht direkt in den USA verkauft werden. Der Fokus liegt auf Europa, Großbritannien und Indien. Wer in den USA ein Nothing-Gerät möchte, ist auf Grauimporte angewiesen.
Quellen & Referenzen:
📌 9to5Google (Originalmeldung): https://9to5google.com/2026/03/05/nothing-phone-4a-specs-price-release-date/ 📌 TechKlar – Google Pixel 10a offiziell: https://techklar.de/google-pixel-10a-offiziell-549-euro-2026/ 📌 TechKlar – MWC 2026 Highlights: https://techklar.de/mwc-2026-highlights-honor-xiaomi-leica-foldable/ 📌 TechKlar – iPhone 17e Test & Samsung-Vergleich: https://techklar.de/iphone-17e-test-preis-specs-samsung-vergleich/ 📌 TechKlar – Android 17 Beta & Release-Zyklus: https://techklar.de/news-android-17-beta-release-warnung-features/
