Meta Smartwatch 2026: „Malibu 2″ ist zurück – diesmal ernst?

Von TechKlar-Redaktion | Tech-Journalisten seit 2024 | Aktualisiert am: 19. Februar 2026

Auf den Punkt gebracht

Meta startet einen dritten Anlauf auf dem Smartwatch-Markt. Das intern als „Malibu 2“ bekannte Gerät soll Ende 2026 erscheinen – ausgestattet mit Gesundheits-Tracking und einem eingebauten Meta-KI-Assistenten. Zweimal hat der Konzern dieses Projekt bereits beerdigt. Das Ökosystem soll diesmal den Unterschied machen.

Meta Smartwatch „Malibu 2″ auf einen Blick

MerkmalDetails
Interner CodenameMalibu 2
Geplanter LaunchEnde 2026
HauptfunktionenGesundheits-Tracking, Meta-KI-Assistent
Vorherige Versuche2021 abgebrochen, 2023 abgebrochen
QuelleThe Information (zwei anonyme Insider)
DirektkonkurrentenApple Watch, Samsung Galaxy Watch
PreisNoch unbekannt
Ökosystem-AnkerMeta Ray-Ban Glasses, Oakley Meta Vanguard

Was ist passiert?

Laut einem Bericht von The Information, der sich auf zwei mit dem Projekt vertraute Personen stützt, treibt Meta die Entwicklung seiner ersten Smartwatch aktiv voran. Das Gerät mit dem internen Codenamen „Malibu 2″ soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und zwei Kernfunktionen mitbringen: umfassendes Gesundheits-Tracking sowie eine direkt integrierte Version des Meta-KI-Assistenten. Reuters hat die Berichterstattung ebenfalls bestätigt – Meta selbst lehnte gegenüber Journalisten jeden Kommentar ab.

Das Timing ist kein Zufall. Meta veröffentlichte im vergangenen Jahr Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Handgelenk-Wearables Bewegungen erkennen können – ähnlich wie die Gestensteuerung der Apple Watch. Der konzerninterne „Neural Band“, der bei den neuen Ray-Ban Display Glasses bereits als Steuereinheit debütiert, liefert den technologischen Unterbau für genau diese Art von Interaktion.

Zweimal gescheitert – warum sollte es diesmal klappen?

Das ist die berechtigte Skepsis-Frage. Meta begann bereits 2021 mit der Entwicklung einer Smartwatch, strich das Projekt anschließend. 2023 folgte ein zweiter Versuch – auch dieser wurde zugunsten des Metaverse-Projekts wieder eingestellt. Zwei abgebrochene Anläufe sind kein kleines Versehen; sie zeigen, dass Meta intern lange keine klare Antwort auf die Frage hatte: Warum braucht die Welt eine Meta-Uhr?

Die Antwort liefert jetzt das Ökosystem. Die Meta Ray-Ban-Smartbrille hat sich zum überraschenden Hardware-Erfolg entwickelt – fast 6 Millionen Einheiten wurden laut Branchenberichten im vergangenen Jahr ausgeliefert. Meta plant sogar, die Produktion der Ray-Ban-Brillen auf bis zu 20 Millionen Einheiten jährlich zu verdoppeln, um der Nachfrage gerecht zu werden. Eine Smartwatch würde dieses Ökosystem schließen: Die Brille liefert Audio, Kamera und Display – die Uhr übernimmt Biosensoren, haptisches Feedback und dauerhaftes Gesundheitsmonitoring.

Das Grundprinzip ähnelt dem, was Apple mit Apple Watch und AirPods verfolgt. Wie wir in unserem ausführlichen Smartwatch-Vergleich bereits analysiert haben, entscheidet heute nicht mehr ein einzelnes Gerät, sondern das Gesamtpaket – und genau darauf setzt Meta jetzt.

Tech Deep Dive: Was steckt in Malibu 2?

Offizielle Spezifikationen gibt es nicht, aber die verfügbaren Hinweise zeichnen ein klares Bild. Gesundheits-Tracking bedeutet im Jahr 2026 mindestens: Herzfrequenz, SpO2 (Blutsauerstoff), Schlafanalyse und Stressmonitoring. Wettbewerber wie die Google Pixel Watch 4, die wir im Oktober 2025 ausführlich getestet haben, setzen hier bereits auf EKG und Dual-GPS als Basisausstattung. Meta muss mindestens dieses Niveau erreichen, um im Premium-Segment ernst genommen zu werden.

Der entscheidende Differenziator ist jedoch die eingebettete Meta-KI. Statt einer Sprachassistenz-App, die man erst öffnen muss, soll die KI direkt in die Uhr integriert sein – als dauerhafter, kontextsensitiver Assistent. Das ist mehr als ein Feature: Es ist eine Plattformstrategie. Wer einmal alle Vitaldaten über eine Meta-Uhr sammelt, liefert dem Unternehmen einen präzisen, körpernahen Datenstrom für personalisierte KI-Erlebnisse. Das klingt praktisch, wirft aber Datenschutzfragen auf – insbesondere für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo die DSGVO strikte Grenzen für biometrische Daten setzt.

Der Meta Neural Band, der bei den Ray-Ban Display Glasses bereits vorgestellt wurde, erlaubt die Steuerung per Gehirnsignalen über feine Muskelbewegungen. Es liegt nahe, dass eine Smartwatch diese Technologie nativ integriert – womit das Handgelenk zum vollwertigen Steuerinterface für das gesamte Meta-Ökosystem wird.​

Nahaufnahme der neuen Meta Smartwatch 2026, die als zukünftiger Konkurrent für Apple und Samsung auf den Markt kommen soll.
Meta Smartwatch 2026: Angriff auf Apple & Samsung? (52 Zeichen)

Kann Meta Apple und Samsung herausfordern?

Direkt? Nein – zumindest nicht im ersten Jahr. Apple Watch und Samsung Galaxy Watch dominieren den Markt mit ausgereifter Software, etablierten Gesundheitsplattformen und jahrelangem Nutzervertrauen. Der Vorteil von Meta liegt woanders: Plattformunabhängigkeit. Eine Meta-Uhr würde – anders als die Apple Watch – nicht auf ein einziges Smartphone-Betriebssystem begrenzt sein. Das macht sie für Android-Nutzer sofort attraktiver.

Hinzu kommt die Größe des Ökosystems: Meta hat über 3 Milliarden monatlich aktive Nutzer allein auf seinen sozialen Netzwerken. Wenn Malibu 2 nahtlos mit Instagram, WhatsApp und dem Meta-KI-Assistenten verzahnt wird, hat das Gerät vom ersten Tag an einen potenziellen Nutzerkreis, von dem Google mit der Pixel Watch und selbst Samsung träumen. Wie wir im Artikel zu iOS 26.3 und Drittanbieter-Wearables gezeigt haben, öffnet sich der Markt gerade für herstellerfremde Wearables – Meta trifft mit Malibu 2 zum richtigen Zeitpunkt ein.

Das Risiko? Meta balanciert gerade vier AR/MR-Brillen-Projekte gleichzeitig. Der Launch des Phoenix-MR-Headsets wurde bereits auf 2027 verschoben, um eine Marktübersättigung zu vermeiden. Wird Malibu 2 denselben Verzögerungen zum Opfer fallen? Die Geschichte dieses Projekts gibt keinen Grund zur Entwarnung.

E-E-A-T & Transparenz

Von TechKlar-Redaktion – Wir berichten seit 2024 über Wearables, Smartwatches und das Meta-Ökosystem. Dieser Artikel basiert auf Primärquellen von The Information (18. Februar 2026) und Reuters sowie auf unserer eigenen Einordnung aktueller Marktdaten.

⚠️ Transparenz: Dieser Artikel enthält keine Affiliate-Links zum genannten Produkt, da es noch nicht im Handel erhältlich ist. Sobald das Gerät verfügbar ist, werden wir entsprechend kennzeichnen.

FAQ

Wann erscheint die Meta Smartwatch „Malibu 2″?

Laut The Information plant Meta den Launch für Ende 2026. Ein genaues Datum oder Quartal nannte das Unternehmen nicht. Angesichts der Vergangenheit – das Projekt wurde bereits zweimal abgebrochen – sollte man diesen Termin als vorläufig betrachten. Eine Ankündigung auf der Meta Connect-Veranstaltung (typischerweise September) gilt als wahrscheinlich.

Was kann die Meta Smartwatch?

Bestätigt sind Gesundheits-Tracking-Funktionen und ein integrierter Meta-KI-Assistent. Konkrete Specs zu Display, Akkulaufzeit oder Sensoren sind noch nicht bekannt. Die enge Verzahnung mit den Meta Ray-Ban-Brillen und dem Neural Band deutet auf erweiterte Gestensteuerung als zentrales Feature hin.

Arbeitet die Meta Smartwatch nur mit Meta-Geräten?

Das ist noch unklar. Da Meta keine eigene Smartphone-Plattform betreibt, wäre eine Kompatibilität mit Android und iOS strategisch sinnvoll. Das würde Meta einen klaren Vorteil gegenüber der Apple Watch verschaffen, die ausschließlich mit iPhones funktioniert.

Quellen & Referenzen

📌 T3.com – Meta smartwatch Project Malibu 2 Leak: https://www.t3.com/active/fitness-trackers/meta-smartwatch-project-malibu-2-leak
📌 Reuters via WKZO – Meta reboots smartwatch plan: https://wkzo.com/2026/02/18/meta-reboots-smartwatch-plan-aims-debut-in-2026-the-information-reports/
📌 Android Authority – Meta Malibu 2 Leak: https://www.androidauthority.com/meta-malibu-2-smartwatch-leak-3642363/
📌 Glass Almanac – Malibu 2 Revived: https://glassalmanac.com/malibu-2-revived-for-2026-with-meta-ai-assistant-why-hardware-strategy-shifts-now/
📌 Benzinga – Meta Revives Malibu 2: https://www.benzinga.com/markets/tech/26/02/50715813/meta-revives-abandoned-malibu-2-smartwatch-project-targets-2026-launch-repo
📌 TechKlar intern – Smartwatch Vergleich: https://techklar.de/smartwatch-vergleich/
📌 TechKlar intern – Google Pixel Watch 4 Test: https://techklar.de/google-pixel-watch-4-test/
📌 TechKlar intern – iOS 26.3 Wearables: https://techklar.de/ios-26-3-release-features-test-deutschland/

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Die TechKlar Redaktion steht für unabhängigen, präzisen Tech-Journalismus im DACH-Raum. Alle Inhalte werden von Gründer & Chefredakteur Mohammed Chibi persönlich recherchiert, verfasst und geprüft – mit langjähriger Erfahrung als Quality Assurance Administrator und tiefem Fachwissen im Android- und Smartphone-Markt. Ziel: komplexe Technik-Themen verständlich, schnell und ehrlich aufzubereiten.

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