Faltbare Smartphones 2026: Die große Abrechnung – Innovation oder Stillstand für 2.000 Euro?

2.000 Euro für ein Experiment? Die Zeiten sind vorbei – oder doch nicht?

Wir schreiben das Jahr 2026. Es ist Februar. Draußen ist es grau, aber in den Entwicklungsabteilungen von Seoul, Shenzhen und Mountain View glühen die Lötkolben. Faltbare Smartphones, einst belächelte Prototypen für Tech-Masochisten mit zu viel Spielgeld, sind im Mainstream angekommen. Zumindest will uns das die Marketing-Maschinerie weismachen. Aber mal Hand aufs Herz: Wenn Sie heute den Gegenwert eines soliden Gebrauchtwagens – wir sprechen hier von 1.500 bis 2.000 Euro – auf die Ladentheke legen, dann wollen Sie keine “Kinderkrankheiten” mehr sehen. Sie wollen keine abblätternden Folien nach drei Monaten. Sie wollen keine Scharniere, die beim Öffnen klingen wie eine alte Kellertür. Und Sie wollen verdammt nochmal einen Akku, der nicht schon beim Mittagessen nach Sauerstoffzelt und Steckdose schreit.

Als jemand, der diese Geräteklasse seit dem ersten, katastrophalen Galaxy Fold begleitet hat, bin ich zynisch geworden. Ich habe sie alle gesehen: Die Displays, die bei Kälte rissen. Die “innovativen” Software-Features, die sich als bloße Gimmicks entpuppten. Und die Preisschilder, die eigentlich eine Schmerzgrenze hätten sein sollen, aber eher als Startgebot verstanden wurden. Doch 2026 fühlt sich anders an. Etwas hat sich verschoben. Während Samsung, der einstige Pionier und Platzhirsch, sich gefährlich nah an der Arroganz des Marktführers bewegt und uns minimale Iterationen als Revolution verkauft, haben die Herausforderer – allen voran Honor und Motorola – die Samthandschuhe ausgezogen.

Wir haben uns die Crème de la Crème des aktuellen Jahrgangs vorgenommen: Das allgegenwärtige Samsung Galaxy Z Fold 7, das physikalisch fast unmögliche Honor Magic V5, das intellektuelle Google Pixel 10 Pro Fold, das Lifestyle-Objekt Samsung Galaxy Z Flip 7 und den König der Klapphandys, das Motorola Razr 60 Ultra.

Die gute Nachricht vorweg: Die Hardware ist teilweise atemberaubend. Es grenzt an Magie, was Ingenieure in Gehäuse quetschen, die dünner sind als so manches Standard-Smartphone.

Die schlechte Nachricht: Wir müssen über Kompromisse reden. Über Ladezeiten, die an das Jahr 2015 erinnern. Über Display-Falten, die sich hartnäckig weigern zu verschwinden. Und über Software, die manchmal wirkt, als hätten sich die Entwickler noch nie selbst ein faltbares Handy gekauft.

In diesem Report sezieren wir die Geräte. Wir schauen nicht nur auf Datenblätter – die lügen sowieso oft genug oder verschweigen das Wesentliche. Wir schauen auf den Alltag in Deutschland. Wie schlägt sich das Faltbare Smartphones 2026 Lineup im deutschen Mobilfunknetz? Was sagt der TÜV zur Haltbarkeit? Und lohnt sich der Import von Exoten? Schnallen Sie sich an. Wir gehen tief rein.

Kapitel 1: Der Platzhirsch – Samsung Galaxy Z Fold 7

Darstellung des Samsung Galaxy Z TriFold mit seinem innovativen Dreifach-Display, das Samsungs Vision für die Foldable-Zukunft zeigt
Samsung Galaxy Z TriFold – Triple-Display Foldable der nächsten Generation

Stagnation auf höchstem Niveau oder sinnvolle Evolution?

Samsung hat ein Problem. Es heißt “Erfolg”. Wenn man jahrelang der Einzige ist, der überhaupt lieferbar ist, wird man träge. Das Galaxy Z Fold 7 ist zweifellos ein Meisterwerk der Fertigungstechnik, aber es ist auch ein Symbol für die Vorsicht eines Giganten, der bloß nichts falsch machen will.

Design und Haptik: Die Diät geht weiter, aber langsam

Lange Zeit waren die Fold-Modelle Backsteine, die man in der Hosentasche eher als Waffe denn als Kommunikationsmittel wahrnahm. Das Fold 7 hat abgespeckt. Mit 215 Gramm und einer Dicke von 4,2 mm im aufgeklappten Zustand ist es endlich in einer Region angekommen, wo man keine physiotherapeutische Behandlung nach längeren Telefonaten benötigt. Samsung nennt das Material “Armor Aluminum”, und tatsächlich fühlt es sich kühl, massiv und wertig an. Die neue Farbe “Silver Shadow” ist ein Hingucker – ein mattes, technisches Silber, das Fingerabdrücke besser versteckt als die glänzenden Vorgänger.

Aber – und hier kommt der Haken – legen Sie dieses Gerät mal neben ein Honor Magic V5. Plötzlich wirkt das Samsung unnötig konservativ. Ja, es schließt endlich flach (das haben sie uns schon beim Fold 5 als Sensation verkauft), aber die Dicke im geschlossenen Zustand von 12,1 mm ist immer noch spürbar präsenter als bei der Konkurrenz aus Fernost, die teilweise unter 10 mm rutscht. Es ist, als würde Samsung sagen: “Dünner geht nicht, wenn man es stabil haben will.” Die Chinesen beweisen das Gegenteil.

Das Display-Dilemma: Die Falte lebt (und nervt)

Kommen wir zum Elefanten im Raum: Der Falz. Die “Crease”. Samsung behauptet jedes Jahr, die Falte sei “weniger sichtbar”. Mal ehrlich: Sie ist immer noch da. Wenn Sie mit dem Finger über das Display streichen, spüren Sie die Delle. Wenn Licht von der Seite einfällt, sehen Sie die Delle. Während andere Hersteller mit Wassertropfen-Scharnieren die Falte fast unsichtbar machen, hält Samsung an seiner Konstruktion fest. Warum? Vermutlich wegen der Wasserdichtigkeit und der Staubresistenz. Das Fold 7 ist eines der wenigen Foldables mit IP48 Rating. Die “4” bedeutet Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1mm Durchmesser (immerhin, Krümel sind okay, Sand ist weiterhin tödlich), die “8” steht für dauerhaftes Untertauchen. Ein fairer Tausch? Vielleicht für denjenigen, der sein Handy gerne in der Badewanne nutzt. Aber wer einmal auf ein fast faltenfreies Display geschaut hat, kann den “Graben” beim Samsung schwer ignorieren.

Die Helligkeit hingegen ist brachial: 2600 Nits Peak-Brightness bedeuten, dass Sie auch am Strand in der Mittagssonne Ihre Mails lesen können, ohne Schatten spenden zu müssen. Hier liefert Samsung Display wie gewohnt Referenzqualität ab. Die Farben knallen, Schwarz ist unendlich tief (AMOLED sei Dank), und die 120Hz adaptiv machen das Scrollen butterweich.

Achtung bei empfindlichen Augen: Ein Thema, das oft unter den Tisch fällt, ist PWM (Pulsweitenmodulation). Das ist die Technik, mit der OLED-Displays ihre Helligkeit regeln, indem sie extrem schnell flackern. Samsung nutzt traditionell niedrigere Frequenzen (oft 240-480 Hz). Viele Nutzer in Foren klagen über Kopfschmerzen oder “müde Augen” beim Fold 7. Messungen zeigen zwar leichte Verbesserungen, aber im Vergleich zu Honor (dazu später mehr) ist das Samsung-Display für PWM-Sensible immer noch anstrengend.

Kamera: 200 Megapixel – Marketing oder Mehrwert?

Jahrelang wurden Fold-Käufer bei der Kamera abgespeist. “Der Platz reicht nicht für die großen Sensoren”, hieß es. Pustekuchen. Das Fold 7 erbt endlich den 200MP Hauptsensor des Galaxy S25 Ultra. Das Ergebnis? Fotos sind bei Tageslicht gestochen scharf. Das Pixel-Binning (16 zu 1) sorgt für hervorragende Dynamik. Sie können in Bilder hineinzoomen und finden Details, die Sie mit bloßem Auge übersehen hätten. Aber Vorsicht: Die Tele-Linse ist immer noch nicht auf dem absoluten “Space Zoom”-Niveau des S25 Ultra. Der optische 3-fach Zoom ist solide, gut stabilisiert, aber nicht Weltklasse. Wer Paparazzi spielen will und Vögel in 500 Meter Entfernung fotografieren möchte, greift lieber zum Barren-Flaggschiff. Für 1.500 Euro erwartet man eigentlich keine Kompromisse, aber die Physik setzt hier (noch) Grenzen in der Bautiefe.

Leistung und Akku: Ein Trauerspiel in zwei Akten

Unter der Haube werkelt der Snapdragon 8 Elite for Galaxy. Das Ding rennt. Multitasking mit drei Apps gleichzeitig? Kein Ruckler. Gaming? Ein Traum auf dem großen Screen. Geekbench-Scores von über 2500 im Single-Core und 9300 im Multi-Core zeigen, dass dieser Chip alles in den Schatten stellt. Es ist der Motor eines Ferrari in der Karosserie eines SUVs.

Aber dann kommt der Akku. 4400 mAh. Lesen Sie das nochmal. 4400 mAh. Das ist exakt die gleiche Kapazität wie beim Vorgänger. Und beim Vor-Vorgänger. Samsung verlässt sich darauf, dass der neue Chip effizienter ist. In der Praxis kommen wir gerade so über den Tag. Wer viel navigiert, 5G nutzt oder spielt, braucht eine Powerbank. Das ist für ein “Produktivitäts-Monster” eigentlich zu wenig.

Und jetzt halten Sie sich fest, denn hier werde ich wütend: 25 Watt Ladeleistung. Das ist kein Tippfehler. Im Jahr 2026, wo chinesische Mittelklasse-Handys für 300 Euro mit 120 Watt in 20 Minuten vollladen, braucht das 1.500 Euro teure Samsung-Flaggschiff fast anderthalb Stunden für eine volle Ladung. Das ist schlichtweg frech. Es ist eine künstliche Limitierung, die technisch nicht mehr zu rechtfertigen ist. Samsung scheint immer noch traumatisiert vom Galaxy Note 7 Desaster vor zehn Jahren. Aber diese “Vorsicht” kostet den Nutzer im Alltag Lebenszeit. “Fast Charging” nennt Samsung das. Ich nenne es Geduldsprobe. Kabellos sind es mickrige 15 Watt. Wer sein Handy mal eben 10 Minuten vor dem Ausgehen anstecken will, bekommt bei Samsung kaum 15% Akku dazu. Bei Honor ist das Ding halb voll.

Samsung Galaxy Z Fold 7

Samsung F966B Galaxy Z Fold7 5G 512 GB

Kapitel 2: Der Hardware-Magier – Honor Magic V5

Honor Magic V5
Honor Magic V5

Wenn Physik nur eine Empfehlung ist

Wenn Samsung der solide, etwas langweilige VW Golf unter den Foldables ist, dann ist das Honor Magic V5 der italienische Sportwagen, der aber überraschend zuverlässig anspringt. Es sieht unverschämt gut aus, ist technisch am absoluten Limit gebaut und zieht alle Blicke auf sich.

Die Anorexie der Technik: 8,8 Millimeter Wahnsinn

Es ist absurd dünn. 8,8 mm geschlossen. Das müssen Sie sich auf der Zunge zergehen lassen. Das ist kaum dicker als ein normales Handy mit einer Silikonhülle. Aufgeklappt misst es unter 5 mm. Man hat fast Angst, es durchzubrechen, aber es ist überraschend stabil. Honor nutzt Titan-Legierungen im Scharnier und spezielle Stahlarten, um Gewicht zu sparen und Stabilität zu gewinnen. Wenn Sie dieses Gerät in die Hand nehmen, wirkt das Galaxy Z Fold 7 plötzlich wie ein Relikt aus einer vergangenen Ära. Das Magic V5 liegt so angenehm in der Hand, dass man fast vergisst, ein Falt-Handy zu halten. Die Ergonomie ist – ich sage es ungern gegen Samsung – einfach überlegen.

Der Akku-Trick: Silizium-Karbon rettet den Tag

Wie zum Teufel passt in dieses hauchdünne Gehäuse ein 5820 mAh Akku? Das sind fast 1500 mAh mehr als bei Samsung! Die Antwort lautet Silizium-Karbon. Honor nutzt eine Anoden-Technologie der zweiten Generation, die eine deutlich höhere Energiedichte erlaubt als herkömmliche Graphit-Akkus. Graphit kann physikalisch nur eine begrenzte Menge Lithium-Ionen aufnehmen. Silizium kann theoretisch das Zehnfache speichern, dehnt sich aber beim Laden gefährlich aus (bis zu 300%). Honor hat einen Weg gefunden, diese Ausdehnung durch ein Kohlenstoff-Gerüst zu kontrollieren. Das Ergebnis ist phänomenal. Das Magic V5 ist der unangefochtene Laufzeit-König in diesem Test. Zwei Tage bei normaler Nutzung sind absolut machbar. Für Power-User, die ihr Büro in der Tasche tragen, ist das der entscheidende Kaufgrund.

Und ja, es lädt schnell. 66 Watt kabelgebunden, 50 Watt kabellos. In 35 bis 40 Minuten ist der riesige Akku voll. Samsung, bitte mitschreiben! Das ist Stand der Technik 2026.

Display & Augenkomfort

Honor setzt auf ein Feature, das Samsung ignoriert: Augenschutz. Das Display arbeitet mit 4320 Hz PWM Dimming. Das ist eine Frequenz, die so hoch ist, dass selbst das empfindlichste menschliche Auge kein Flackern mehr wahrnimmt. Es ist quasi Dauerlicht. Wer oft abends im Bett liest oder empfindlich auf Bildschirme reagiert, wird den Unterschied merken. Es fühlt sich “ruhiger” an.

Software: Der Haken an der Sache

Hardware hui, Software pfui? Ganz so schlimm ist es nicht mehr, aber MagicOS ist immer noch gewöhnungsbedürftig. Es wirkt oft wie eine bunte, etwas chaotische Kopie von iOS. Die Menüs sind tief verschachtelt. Benachrichtigungen kommen manchmal verzögert an, weil das aggressive Energiemanagement Apps im Hintergrund killt, um diese fantastische Akkulaufzeit zu erreichen. Und dann die Bloatware: Bei einem Gerät für 1.300 – 1.600 Euro vorinstallierte Spiele, Buchungsportale und Social-Media-Apps zu finden, die man erst mühsam deinstallieren muss, ist eine Unverschämtheit. Multitasking funktioniert, ist aber nicht so intuitiv wie bei Samsung. Samsungs Taskbar und die Drag-and-Drop-Integration sind einfach Jahre voraus und wirken polierter. Wer das Magic V5 kauft, tut es trotz der Software, nicht wegen ihr.

Kamera: Das Periskop im Flachmann

Honor hat es geschafft, ein echtes Periskop-Zoom-Objektiv in dieses dünne Gehäuse zu quetschen. 50MP Weitwinkel, 50MP Ultraweitwinkel und – Achtung – eine 50MP Periskop-Telekamera. Die Qualität ist beeindruckend. Die Farben sind Honor-typisch etwas kräftig (“Instagram-ready”), aber vielen gefällt dieser Look. Der Zoom ist brauchbar bis 10-fach, danach greift die Software stark ein. Aber dass man in einem <9mm Gehäuse überhaupt einen optischen Zoom hat, ist eine Ingenieursleistung, vor der man den Hut ziehen muss.

HONOR Magic V5

HONOR Magic V5

HONOR Magic V5 5G AI Foldable Phone

Kapitel 3: Der KI-Versteher – Google Pixel 10 Pro Fold

Google Pixel 10 Pro Fold
Google Pixel 10 Pro Fold

Schlauer als der Rest, aber auch schwächer?

Google geht einen anderen Weg. Hardware ist für Google oft nur Mittel zum Zweck, um Software zu verkaufen. Die Musik spielt in der Cloud und in der Neural Processing Unit (NPU). Das Pixel 10 Pro Fold ist das schlauste Smartphone im Test, aber ist es auch ein gutes Telefon?

Formfaktor: Das Reisepass-Format

Google setzt auf ein breiteres Format als Samsung. Das Außendisplay (6,3 Zoll) fühlt sich an wie ein ganz normales Smartphone, nicht so schmal und hoch wie die “Fernbedienung” von Samsung. Man kann darauf tippen, ohne sich die Daumen zu brechen. Aufgeklappt hat man ein riesiges 8-Zoll-Display , das fast quadratisch ist. Das Scharnier lässt sich komplett flach öffnen (endlich!), und die Verarbeitung ist solide. Es ist schwerer und dicker als das Honor (10,5 mm geschlossen), aber fühlt sich robuster an (“Panzer-Feeling”). IP68 Zertifizierung bedeutet volle Wasser- und Staubdichtigkeit – hier zieht Google mit Samsung gleich und lässt Honor (IP5x) beim Wasserschutz hinter sich, wobei Honor beim Staubschutz (IP5x vs IP68) aufholt. Moment, IP68 bedeutet Staubdicht. Samsung hat IP48 (nur Grobstaub). Google hat hier also theoretisch die Nase vorn in Sachen Dichtigkeit.

Tensor G5: Die Achillesferse?

Google verbaut den hauseigenen Tensor G5 Chip. In Benchmarks wird dieser vom Snapdragon 8 Elite im Samsung und Honor gnadenlos verprügelt.

  • AnTuTu: Snapdragon ~2.7 Mio Punkte vs. Tensor ~1.3 Mio Punkte.
  • Geekbench Single-Core: Snapdragon ~3000 vs. Tensor ~2300.In roher Rechenleistung hinkt Google zwei Generationen hinterher. Das ist Fakt.

Merkt man das? Im Alltag: Nein. Android 16 läuft butterweich, Apps öffnen sofort. Die Animationen sind die flüssigsten im ganzen Android-Lager. Beim Gaming? Ja. Wer Genshin Impact oder Zenless Zone Zero auf Ultra-Settings spielen will, wird merken, dass das Pixel wärmer wird und die Framerate nach 20 Minuten drosselt. Der Chip wird bei TSMC im 3nm-Verfahren gefertigt, ist also effizienter als früher, aber die GPU-Power fehlt einfach im Vergleich zur Adreno-Grafik des Snapdragon. Aber der Tensor ist nicht für High-Score-Listen gebaut. Er ist für KI gebaut.

Gemini & Die Software-Magie

Hier spielt Google seine Trümpfe aus. Die Integration von Gemini (Googles KI) ist tief, beängstigend gut und nützlich.

  • Pixel Studio: Generieren Sie Bilder direkt auf dem Gerät.
  • Add Me (Mich hinzufügen): Sie machen ein Gruppenfoto, geben das Handy jemanden, stellen sich dazu, und die KI montiert Sie perfekt ins Bild. Kein “Wer macht das Foto?”-Dilemma mehr.
  • Live-Übersetzung: Funktioniert in Echtzeit und ohne Internet.
  • Call Screen: Das Telefon geht für Sie ran, fragt den Anrufer, was er will, und transkribiert die Antwort live auf den Bildschirm. Bei Spam legt es auf. In Zeiten von Ping-Calls ist das Gold wert.Die Software ist “clean”. Kein Schnickschnack, keine doppelten App-Stores. Updates gibt es garantiert für 7 Jahre. Das Pixel wird 2033 noch aktuell sein (wenn es hardwareseitig so lange überlebt).

Kameras: Pixel-Look schlägt Megapixel

Die Hardware ist auf dem Papier schwächer als bei der Konkurrenz (48MP Hauptsensor ), aber die Google-Algorithmen sind reine Zauberei. Der HDR+-Modus liefert Bilder mit einem Dynamikumfang, der seinesgleichen sucht. Besonders Hauttöne trifft das Pixel 10 Pro Fold perfekt. Egal ob dunkle oder helle Haut, das Pixel belichtet korrekt, wo Samsung oft aufhellt und Honor übersättigt. Die 5-fach Tele-Linse ist exzellent und nutzt “Super Res Zoom”, um auch bei 30-fach noch brauchbare Ergebnisse zu liefern. Wer “Point-and-Shoot” will und immer ein perfektes Foto braucht, ohne in den Pro-Modus zu gehen, greift zum Pixel.

Google Pixel 10 Pro Fold

Google Pixel 10 Pro Fold – Unlocked Android Smartphone with Gemini

Kapitel 4: Die Lifestyle-Fraktion – Motorola Razr 60 Ultra & Samsung Galaxy Z Flip 7

Moto Razr 60 Ultra and Samsung Galaxy Z Flip 7
Moto Razr 60 Ultra and Samsung Galaxy Z Flip 7

Klappe zu, Affe tot? Von wegen.

Nicht jeder will ein Tablet in der Tasche. Manche wollen einfach, dass ihr Handy in die verdammte Hosentasche passt, ohne auszusehen wie ein Backstein. Hier kommen die “Flips” ins Spiel.

Motorola Razr 60 Ultra: Das Display-Monster

Motorola hat Samsung mit dem Razr 60 Ultra kalt erwischt. Das 4-Zoll-Außendisplay ist riesig. Es umschließt die Kameras und nimmt fast die ganze Front ein. Der Clou: Man kann jede App darauf nutzen. WhatsApp antworten, Google Maps Navigation, sogar YouTube schauen – alles ohne das Handy aufzuklappen. Das Innendisplay läuft mit 165 Hz. Braucht man das? Nein. Ist es geil? Ja. Es fühlt sich unfassbar flüssig an. Zusammen mit dem Snapdragon 8 Elite fliegt dieses Ding. Die Falte ist dank des neuen Titan-Scharniers und der straffen Spannung kaum spürbar. Motorola hat hier mechanisch ganze Arbeit geleistet.

Aber auch hier schlägt die Physik zu: 4700 mAh Akku (ein sehr optimistischer Wert aus dem Datenblatt, Realtests deuten oft auf weniger effektive Laufzeit hin) sind bei 165Hz und diesem Power-Chip schnell leer. Am Abend ist Schluss. Die Kameras sind “gut für ein Flip”. Das heißt: Bei Tageslicht super, bei Nacht okay, Zoom existiert praktisch nicht (kein Tele-Objektiv ). Wer Kamera-Qualität will, kauft kein Flip. Punkt.

Samsung Galaxy Z Flip 7: Der sichere Hafen

Das Flip 7 ist die vernünftige Wahl. Es hat nun auch einen größeren Akku (4300 mAh ), aber Samsung verbaut hier teilweise den Exynos 2500 (je nach Region, Vorsicht beim Kauf!). Der Exynos hat einen schlechten Ruf bezüglich Effizienz und Wärmeentwicklung. Das Außendisplay ist größer geworden, aber Samsung limitiert es immer noch künstlich. Man braucht “Good Lock” Workarounds, um alle Apps dort laufen zu lassen. Warum, Samsung? Warum muss ich basteln, um mein 1.000 Euro Handy voll zu nutzen? Dafür ist die Integration ins Samsung-Ökosystem (Watch, Buds) perfekt. Es ist das “Volks-Foldable”, das man oft in Verträgen günstig bekommt. Solide, aber ohne den “Wow”-Faktor des Razr.

Tech Deep Dive: Was passiert da eigentlich unter der Haube?

Lassen Sie uns kurz technisch werden, denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Verstehen Sie die Technik, verstehen Sie den Preis.

1. Die Silizium-Karbon Revolution

Warum reden alle über Honor’s Akku? Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus nutzen Graphit für die Anode. Graphit ist sicher und bewährt, aber seine Speicherkapazität ist physikalisch begrenzt (ca. 372 mAh/g). Silizium kann theoretisch ca. 4200 mAh/g speichern – also über das Zehnfache. Das Problem: Silizium dehnt sich beim Laden um bis zu 300% aus. Stellen Sie sich vor, ihr Benzintank würde beim Tanken auf das Dreifache anschwellen – das Auto würde platzen. Im Akku führt das zu Rissen und schnellem Tod. Honor (und andere chinesische Hersteller) nutzen ein Silizium-Karbon-Verbundmaterial. Das Karbon bildet ein nano-strukturiertes Gerüst, das die Ausdehnung des Siliziums im Zaum hält und elektrischen Kontakt gewährleistet. Das erlaubt ca. 20% mehr Energiedichte bei gleicher Stabilität. Deshalb hat das Magic V5 bei gleicher Größe fast 1500 mAh mehr als das Samsung Fold 7. Das ist keine Magie, das ist High-End-Chemie. Samsung setzt diese Technik bisher nicht im großen Stil ein – vermutlich aus extremer Vorsicht nach dem Note-7-Desaster.

2. Das Scharnier (Hinge) – Mechanik-Porno

Das Scharnier ist das komplexeste Bauteil. Es besteht aus bis zu 200 Einzelteilen.

  • Samsung: Nutzt ein Zahnrad-basiertes System mit Rasten. Das ist extrem robust und bleibt in jedem Winkel stehen (“Flex Mode”). Das ist toll für Video-Calls oder Langzeitbelichtungen. Es fühlt sich “satt” und fest an.
  • Honor / Motorola: Nutzen “Waterdrop”-Scharniere. Dabei faltet sich das Display im Inneren des Scharniers in eine Tropfenform, statt scharf geknickt zu werden (Radius wird vergrößert).
    • Vorteil: Weniger sichtbare Falte, kein Spalt im geschlossenen Zustand.
    • Nachteil: Oft etwas weniger Widerstand (“labberiger”) im halb geöffneten Zustand. Motorola setzt nun Titan ein , um das Gewicht zu senken und die Steifigkeit zu erhöhen. Titan ist schwerer zu verarbeiten, aber leichter und härter als Stahl.

3. PWM Dimming: Der stroboskopische Effekt

Wie oben erwähnt, dimmen OLEDs durch Flackern.

  • Niedrige Frequenz (Samsung ~240-480Hz): Das Auge sieht zwar ein stehendes Bild, aber das Gehirn registriert das Flackern. Die Pupille muss ständig arbeiten (auf/zu), was den Muskel ermüdet -> Kopfschmerz.
  • Hohe Frequenz (Honor ~4320Hz): Die Frequenz ist so hoch, dass sie die biologische Reaktionszeit der Netzhaut und Pupille übersteigt. Kein Stress für das Auge. Das ist medizinisch relevant und eigentlich ein Skandal, dass Samsung hier spart.

Motorola razr 60 Ultra 

Sub Motorola razr 60 Ultra 16

Der große Vergleich: Fakten statt Marketing

Hier sehen Sie schwarz auf weiß, wo die Unterschiede liegen. Preise sind ungefähre Straßenpreise in Deutschland inkl. MwSt. (Stand Februar 2026).

FeatureSamsung Galaxy Z Fold 7Honor Magic V5Google Pixel 10 Pro FoldMotorola Razr 60 Ultra
TypBook-Style (Falt-Tablet)Book-Style (Falt-Tablet)Book-Style (Falt-Tablet)Clamshell (Klapphandy)
Preis (ca.)ab 1.499 € ab 1.290 € ab 1.355 € ab 659 €
ProzessorSnapdragon 8 Elite (OC)Snapdragon 8 EliteGoogle Tensor G5Snapdragon 8 Elite
RAM12 GB / 16 GB16 GB16 GB12 GB
Speicher256GB – 1TB512GB256GB – 512GB512GB
Display Innen7,6″ AMOLED, 120Hz7,92″ OLED, 120Hz8,0″ OLED, 120Hz6,9″ pOLED, 165Hz
Display Außen6,3″ (schmal)6,43″ (normal)6,3″ (breit)4,0″ (riesig)
Akku4.400 mAh5.820 mAh5.015 mAh4.700 mAh
Laden25W (Kabel) / 15W (Qi)66W (Kabel) / 50W (Qi)30W (Kabel) / Qi245W TurboPower
Kamera (Main)200 MP50 MP48 MP50 MP
Zoom3x Optisch (gut)3.5x Periskop (sehr gut)5x Optisch (Pixel-Qualität)Kein Tele-Zoom
Dicke (zu)12,1 mm8,8 mm10,5 mm15 mm
WasserschutzIP48IP59IP68IP48
BesonderheitS-Pen Support (Stift)Akku-Wunder & DünnBeste KI-SoftwareStyle-Faktor & 165Hz

Unsere Experten-Meinung: Klartext

Ich habe diese Geräte jetzt Wochen lang durch meinen Alltag geschleift. Ich habe Mails in der U-Bahn getippt, Videos auf der Couch geschaut und versucht, mit 5% Akku noch nach Hause zu navigieren. Hier ist mein subjektives, ehrliches Fazit.

Kaufempfehlung für die Vernunft:

Gibt es bei 1.500 Euro Vernunft? Wenn ja, dann ist es das Honor Magic V5. Sie bekommen die modernste Hardware, den besten Akku und das dünnste Design. Es fühlt sich an wie Technik aus dem Jahr 2030. Die Software-Schwächen lassen sich mit einem anderen Launcher (z.B. Nova Launcher) kaschieren. Preis-Leistung ist hier unschlagbar, da der Straßenpreis von Honor-Geräten oft schnell fällt.

Kaufempfehlung für Software-Ästheten & Eltern:

Greifen Sie zum Google Pixel 10 Pro Fold. Die Hardware ist vielleicht nicht “Bleeding Edge”, aber die Nutzung macht einfach Freude. Keine Bloatware, geniale Kameras für Schnappschüsse von Kindern oder Haustieren (der Shutter-Lag ist null!) und KI-Funktionen, die man tatsächlich benutzt. Es ist das “erwachsenste” Falt-Phone. Und die “Made for Germany”-Garantie bei Updates beruhigt.

Der Fall Samsung:

Das Galaxy Z Fold 7 ist ein schwieriger Fall. Ich würde es nur eingefleischten Samsung-Fans empfehlen, die tief im Ökosystem stecken. Die Software (One UI) ist im Multitasking ungeschlagen. Aber die langsame Ladegeschwindigkeit und der dicke Formfaktor wirken 2026 einfach altbacken. Es ist der “Sicherheits-Kauf”, mit dem man nichts falsch macht, aber auch keine Begeisterungsstürme auslöst. Es ist der Volvo unter den Foldables: Sicher, kantig, zuverlässig, aber nicht sexy.

Finger weg?

Vorsicht beim Motorola Razr 60 Ultra, wenn Sie eine gute Kamera brauchen. Es macht Spaß, es ist cool, aber die Fotos enttäuschen oft, sobald die Sonne weg ist. Es ist ein Lifestyle-Accessoire, kein Werkzeug für Content Creator.

Der Geheimtipp: Behalten Sie Xiaomi im Auge. Das Mix Flip ist in Deutschland verfügbar und bietet oft bessere Specs als das Samsung Flip für weniger Geld. Aber Vorsicht bei Import-Geräten (Mix Fold 4/5) – ohne Band 20 LTE macht das in ländlichen Gebieten in Deutschland keinen Spaß.

FAQ

Lohnt sich der Umstieg vom Galaxy Z Fold 5 oder 6 auf das Fold 7?

Ehrlich gesagt: Nein. Wenn Sie nicht unbedingt die 200MP Kamera brauchen oder Ihr altes Gerät defekt ist, sind die Unterschiede marginal. Der Prozessor ist schneller, aber das spüren Sie im Alltag kaum. Der Akku ist gleich geblieben, das Laden ist immer noch langsam. Sparen Sie das Geld.

Wie robust sind die Displays 2026 wirklich?

Viel besser als ihr Ruf. Die neuen Generationen von “Ultra Thin Glass” (UTG) sind widerstandsfähiger gegen Kratzer. Aber: Fingernägel sind immer noch der Feind. Drücken Sie niemals fest auf das Innendisplay. Und Sand am Strand ist der Tod für jedes Scharnier, egal was die IP-Zertifizierung sagt. Eine Versicherung ist bei diesen Preisen Pflicht.

Warum sind die Preise in Deutschland so viel höher als in den USA?

Das liegt an der Mehrwertsteuer (19%), die in US-Preisen nie auf dem Preisschild steht, und an der GEMA-Abgabe (Urheberrechtsabgabe auf Speicherplatz, die bei 512GB Modellen ordentlich reinhaut). Dazu kommen oft schlechtere Wechselkurs-Anpassungen der Hersteller (“Euro-Aufschlag”) und längere Gewährleistungsrechte in der EU, die eingepreist werden.

Quellen    

Trusted Reviews: Best Foldable Phones 2026 & Übersicht    

SammyGuru: Samsung Galaxy Z Fold 7 Benchmark & Geekbench Scores    

Engadget: Kritik zur Preisentwicklung bei Foldables    

Honor Official: Specs und IP-Rating des Honor Magic V5    

Beebom/Gadgets: Google Tensor G5 vs. Snapdragon 8 Elite Benchmarks    

NotebookCheck: Honor Magic V5 Launch in Europa/Deutschland    

PhoneArena: Samsung Galaxy Z Fold 7 Specs & Charging Tests    

Time Magazine: Hintergrund zur Silicon-Carbon Akku-Technologie    

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